Wenn am Samstag im London Länderspiel zwischen den Frauen-Nationalmannschaften von England und Deutschland angestoßen wird (18.30 Uhr, Eurosport), werden rund 90 000 Zuschauer im ausverkauften Wembley-Stadion erwartet. Eine Kulisse, die bislang nur das WM-Finale 1999 zwischen den USA und China mit  90 185 Zuschauer getoppt hat.

Zuschauerrekord beim WM-Finale zwischen den USA und China 1999

Für die DFB-Frauen um Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wird das ein ganz „besonderer Jahresabschluss“ sein. „Dass wir auf so einem  Niveau, vor so einer Kulisse spielen dürfen, ist ein Geschenk“, sagt die 51-Jährige. Bei der Weltmeisterschaft in Frankreich in diesem Jahr präsentierte sich England stark, unterlag im Halbfinale dem späteren Titelträger aus den USA und belegte Rang vier. In den vergangenen Jahren ist die Unterstützung und Infrastruktur des Frauenfußballs auf der Insel ordentlich gewachsen. 2021 finden dort die Europameisterschaften statt.

Das Freundschaftsspiel zwischen dem WM-Vierten und der DFB-Frauen wird für die deutsche Nationalmannschaft auch eine Standortbestimmung sein. Nach dem Viertelfinal-Aus in Frankreich trafen sie zuletzt in der EM-Qualifikation auf schwache Gegner. „Ich erwarte ein hochmotiviertes, dynamisches, zweikampfstarkes England“, sagt Voss-Tecklenburg, die sich bereits Gedanken darüber macht, wie sie im Wembley mit ihren Spielerinnen auf dem Platz kommunizieren kann. „Es wird schwierig sein, sich gegen 90 000 Engländer durchzusetzen, wenn du allein am Spielfeldrand stehst.“

Auf Augenhöhe mit dem Team von Ex-Fußballprofi Phil Neville

Auf Augenhöhe soll ihre junge Elf, die sich im immer wieder betonten Umbruchprozess befindet, dem Team von Ex-Profi Phil Neville begegnen: „Genau diese Situationen, diese Herausforderungen brauchen die Spielerinnen.

Am Donnerstag fliegt die Mannschaft nach England, nachdem sie seit Anfang der Woche im niederländischen Tegelen trainiert hat. Mit dabei sein wird auch Spielführerin Alexandra Popp (VfL Wolfsburg), die zuletzt eine Verletzung am rechten Sprunggelenk überraschend schnell auskurieren konnte und von Voss-Tecklenburg nachnominiert wurde.

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