129 Tore in 105 Ligaspielen für Olympique Lyon: Ada Hegerberg, 23 Jahre alt, gehört zu den treffsichersten Stürmerinnen der Welt. Im Dezember 2018 wurde sie für ihre Leistung mit dem Ballon d’Or als beste Spielerin der Welt ausgezeichnet. Bei der Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich fehlt die 1,76 Meter große Norwegerin auf dem Platz, übernimmt stattdessen die Rolle der TV-Expertin. Nach dem Null-Punkte-Aus bei der Europameisterschaft 2017 erklärte Hegerberg, damals 21 Jahre alt, ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Auch die Qualifikation für die aktuell laufende WM änderte an der Entscheidung der ehemaligen Potsdamer Spielerin (2012 bis 2014) nichts

Vordergründig fiel diese aus Protest darüber, wie ungleich der norwegische Verband seine Fußballer und Fußballerinnen behandelt. Norwegen reagierte und zahlt seinen Spielerinnen mittlerweile die gleichen Prämien wie den Männern. Doch Hegerberg gehe es neben dem Verdienst, vor allem um Anerkennung – und Chancengleichheit von Mädchen und Jungs.

Hegerberg: „Mental gebrochen“ nach der Zeit bei der Nationalmannschaft

Was für die Öffentlichkeit außerdem undurchsichtig bleibt, sind Konflikte innerhalb des Teams, die dahinter stecken könnte. „Mental gebrochen“, habe sich Hegerberg nach ihrer Zeit bei der Nationalmannschaft (66 Länderspiele, 38 Tore) gefühlt, erklärte sie in einem Interview mit dem Fußball-Magazin „Josimar“. Von Alpträumen ist die Rede.

Für ihren Boykott, aber mehr noch für ihr mediales Auftreten und Interviews, die regelmäßig für Aufsehen sorgen, wurde sie zuletzt kritisiert. „Es reicht jetzt“, reagierte der norwegische Nationalspieler Martin Ödegaard, laut Nachrichtenportal Spox, auf ein Interview von Hegerberg kurz vor dem WM-Auftaktspiel der Norwegerinnen. Die zurückgetretene Stürmerin will indes weiter für ihre Ansichten kämpfen, sagte sie dem TV-Sender CNN. Auch wenn es hart sein könne, alleine für das einzustehen, an das man glaube.  

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