Mit Mini-Aufgebot RB Leipzig erreicht in Craiova Europa-League-Playoffs

Craiovas Alexandru Mateiu (l) versucht RB-Profi Matheus Cunha vom Ball zu trennen. Foto: Catalin Soare
Craiovas Alexandru Mateiu (l) versucht RB-Profi Matheus Cunha vom Ball zu trennen. Foto: Catalin Soare © Foto: Catalin Soare
Craiova / Von Frank Kastner, dpa 17.08.2018

Mit einem Mini-Aufgebot hat RB Leipzig einen großen Schritt in Richtung Gruppenphase der Europa League gemacht. Dem Team von Ralf Rangnick genügte im Qualifikations-Rückspiel der dritten Runde beim rumänischen Pokalsieger CS Universitatea Craiova ein 1:1 (1:0).

Das Hinspiel hatte RB bereits mit 3:1 gewonnen. Im „Stadionul Ion Oblemenco“ schoss Marcel Sabitzer (39.) den Fußball-Bundesligisten in Führung, ehe Raoul Petre Baicu (85.) noch ausglich. In den Playoffs trifft RB auf das ukrainische Team FC Sorja Luhansk, das am späten Abend mit 2:2 beim SC Braga in Portugal das Weiterkommen sicherte.

„Das Wichtigste: Wir sind weitergekommen und keiner ist angeschlagen oder verletzt. Es ist schade, so ein wunderschönes neues Stadion und so ein Verein haben einen besseren Platz verdient. Das war ja fast schon eine Mischung aus Sand und Rasen“, kritisierte Rangnick die Spielfläche. Craiova-Trainer Devis Mangia war mit dem Remis zufrieden: „Meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gemacht, ich kann nur gratulieren.“

Rangnick baute vor rund 20 000 Zuschauern sein Team im Vergleich zum Hinspiel auf vier Positionen um und schonte den leicht angeschlagenen Nationalstürmer Timo Werner bereits für das DFB-Pokalspiel am Sonntag bei Viktoria Köln. Auch Dayot Upamecano, Konrad Laimer und Torhüter Péter Gulácsi bereiteten sich daheim auf die Erstrundenpartie vor. So rückte Neuzugang Nordi Mukiele für Lukas Klostermann in die Viererkette. Im defensiven Mittelfeld setzte Rangnick auf Kevin Kampl, der im Hinspiel offensiver agierte. Dafür rückte Emil Forsberg nach, für Bruma spielte Marcel Sabitzer. Im Angriff bekam der Däne Yussuf Poulsen den Vorzug vor Jean-Kevin Augustin.

Die erste Großchance hatte der Gastgeber: Baicu rannte freistehend auf Yvon Mvogo zu, doch der Schweizer RB-Keeper blieb cool und parierte glänzend (9.). „Es war das erwartet schwere Spiel, in der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig nach vorne gemacht. Deswegen haben sie mehr Chancen kreiert und wir haben nicht mehr gut verteidigt“, sagte Mvogo und analysierte noch „genug Kleinigkeiten, die wir unbedingt noch besser machen müssen“.

Schnell übernahm RB die Initiative. Sabitzer testete den gegnerischen Torhüter mehrfach (16./18.), auch Forsberg scheiterte an Mirko Pigliacelli (22.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Diego Demme den Ball in den Strafraum, Willi Orban legte eher unglücklich ab, ehe Sabitzer aus Kurzdistanz einschoss (39.).

Zum Wiederanpfiff brachte Rangnick im Sturm Jean-Kevin Augustin für Cunha, der nach einer Demme-Flanke volley die Chance zum 2:0 (56.) hatte - der Italiener im Craiova-Gehäuse zeigte erneut seine Klasse. Mit Bruma (63.) und Stefan Ilsanker (72.) schöpfte Rangnick sein Wechselkontingent aus und gab Sabitzer und Demme Zeit zum Regenerieren, denn RB absolviert nun ab Sonntag fünf Spiele in 14 Tagen in drei Wettbewerben.

Ärgerlich für die Fans war, dass es vom Spiel keine TV-Bilder gab. Immerhin wurde das Spiel im Livestream auf der Homepage von Craiova übertragen. Das Interesse der Leipziger Fans war aber ohnehin gering. Im Vorverkauf wurden nur sieben Tickets abgesetzt, im Stadion waren dann 25 RB-Fans.

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