Borussia Dortmund will erstmals nach der Saison 2016/17 wieder in das Viertelfinale der Champions League einziehen. Dazu müsste heute im zweiten Duell mit Tottenham Hotspur (21 Uhr/Sky) ein 0:3 aus dem Hinspiel in drei Wochen aufgeholt werden.

Die Fakten vor der Partie des Bundesliga-Spitzenreiters gegen den Dritten der Premier League.

AUSGANGSLAGE Die Vorzeichen verheißen wenig Gutes. Das 0:3 aus dem Hinspiel vor drei Wochen in London könnte sich für den BVB als schwere Hypothek erweisen. Zudem gelang dem Favre-Team in den vergangenen sieben Pflichtspielen nur ein Sieg. Kapitän Marco Reus ist dennoch zuversichtlich: „In diesem Stadion wurden schon einige Spiele absolviert, in denen Geschichte geschrieben wurde. Wir sind in der Lage, das Unmögliche zu schaffen. Die ganze Mannschaft glaubt daran.“

PERSONAL: Bis auf Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek sind alle BVB-Profis fit. Auch Schlüsselspieler Reus, der beim 1:2 in Augsburg am vergangenen Freitag erstmals nach dreiwöchiger Zwangspause für 66 Minuten zum Einsatz kam, ist nach eigener Aussage wieder voll einsatzfähig - notfalls sogar für eine Verlängerung. „Mir geht es gut. Ich bin bereit, auch über 120 Minuten zu gehen.“

WUNDER: Immerhin dreimal gelang es in der Champions League, einen Rückstand von mindestens drei Toren wettzumachen. Die größte Aufholjagd glückte dem FC Barcelona beim 6:1 (Hinspiel: 0:4) im Achtelfinale 2016/17 gegen Paris Saint-Germain. Für ein weiteres Fußball-Wunder sorgte der AC Mailand im Viertelfinale 2003/2004 gegen Deportivo La Coruña. Nach einem 1:4 im Hinspiel siegten die Italiener 4:0 daheim. Das jüngste historische Comeback gab es in der vergangenen Saison. Diesmal war Barcelona das leidtragende Team, weil es nach dem 4:1 im eigenen Stadion eine Woche später beim AS Rom ein 0:3 hinnehmen musste.

GEGNER: Ähnlich wie zuletzt der BVB präsentierten sich auch die „Spurs“ zuletzt in wenig guter Form. In drei Ligaspielen gegen den FC Burnley (1:2), FC Chelsea (0:2) und FC Arsenal (1:1) verbuchte das Team von Trainer Mauricio Pochettino lediglich einen Punkt. Ende Januar flog der Tabellendritte der Premier League innerhalb einer Woche aus dem Ligapokal und dem FA Cup. „Das wird nicht leicht“, sagte der genesene englische Nationalspieler Harry Kane mit Blick auf die Partie in Dortmund, „aber es liegt an uns, eine gute Leistung zu zeigen. Eine bessere Chance, das Viertelfinale zu erreichen, werden wir nie haben.“

TRAINERSTIMMEN

Lucien Favre (Borussia Dortmund): „Wir wissen, dass es schwer ist. Aber alles ist möglich. Man weiß nie. Wir müssen sehr, sehr clever spielen.“

Mauricio Pochettino (Tottenham Hotspur): „Dortmund ist ein großes Team und Tabellenführer der Bundesliga. Wir müssen vergessen, dass wir 3:0 führen, und dürfen nicht an das Hinspiel denken.“

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