Spielt er oder spielt er nicht? Diese Frage stellt sich bei Bayer Leverkusen vor dem entscheidenden Champions-League-Gruppenspiel gegen Juventus Turin nicht bei einem eigenen Spieler, sondern bei einem gegnerischen.

Der heißt nämlich Cristiano Ronaldo, ist fünfmaliger Weltfußballer und gemeinsam mit Lionel Messi der bekannteste Fußballer dieses Jahrtausends. Als Bayer bei der Auslosung Juventus Turin mit eben diesem Ronaldo zugeteilt wurde, war das heutige Spiel (21.00 Uhr/DAZN) gegen den italienischen Serienmeister schnell ausverkauft.

Am Dienstag reiste der 34-Jährige auch mit Juve nach Leverkusen. Ob er spielt, ist aber offen. Da Turin schon als Gruppensieger feststeht, deutete Trainer Maurizio Sarri zumindest an, einige Stammspieler zu schonen. „Ich werde erst kurz vor dem Spiel entscheiden, ob der eine oder andere müde ist und eine Pause braucht“, sagte der 60-Jährige.

ALLE VIERE: Nachdem der FC Bayern und RB Leipzig bereits vor dem letzten Spieltag als Achtelfinalist feststanden, zog am Dienstag auch Borussia Dortmund nach. Leverkusen kann also dafür sorgen, dass das deutsche Quartett geschlossen die Vorrunde übersteht. Allerdings braucht Bayer dafür einen eigenen Sieg und Schützenhilfe der schon ausgeschiedenen Russen von Lok Moskau, die bei Atlético Madrid punkten müssen. Sportdirektor Simon Rolfes bezifferte diese Chance schon nach dem letzten Spiel auf „vier bis fünf Prozent“. Das Überwintern in der Europa League hat Leverkusen aber schon sicher.

WUNDER: Sollte Bayer es am Ende noch schaffen, dürfte man dies durchaus als kleines Fußball-Wunder bezeichnen. Denn dass ein Team nach drei Niederlagen zum Auftakt noch weiterkommt, gab es in der Geschichte der 1992 eingeführten Champions League erst einmal. In der Saison 2002/03 schaffte es Newcastle United.

PERSONAL: Bei Bayer fehlen neben dem dauerverletzten Joel Pohjanpalo der gesperrte Nadiem Amiri und Mitchell Weiser. Juve wird ohne Deutsche spielen. Denn Ex-Weltmeister Sami Khedira wurde gerade erst am Knie operiert. Und Nationalspieler Emre Can wurde nicht für die Königsklasse gemeldet. Nicht dabei sein werden auch die Ex-Münchner Douglas Costa (verletzt) und Mario Mandzukic (nicht gemeldet).

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