In der Diskussion um eine Reform der Wettbewerbe im europäischen Vereinsfußball haben Bayern München und Borussia Dortmund ihre Verbundenheit zur Bundesliga betont.

In einer ligaweiten Umfrage der „Bild“-Zeitung bekräftigte der Münchner Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge: „Selbstverständlich werden auch in Zukunft alle Vereine, und damit natürlich auch der FC Bayern, weiterhin in der Bundesliga bleiben und spielen.“ Es gehe lediglich um eine Reform der bereits bestehenden Wettbewerbe.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte: „Fakt ist, dass die Bundesliga für Dortmund immer die oberste Priorität haben wird. Da muss sich niemand Sorgen machen.“ Ähnlich hatten sich beide geäußert, als im vergangenen Herbst Gedankenspiele um eine europäische Super-Liga der Topclubs debattiert wurden.

Durch die neuen Pläne des Kontinentalverbands UEFA könnte die Champions League ab der Saison 2024/2025 weitgehend zu einer geschlossenen Gesellschaft werden. Trotz des massiven Widerstands der Europäischen Ligen wäre eine Qualifikation über den nationalen Wettbewerb kaum noch möglich, stattdessen sollen 24 der 32 Teams ihren Platz auch in der Folgesaison behalten. In einem Pyramiden-System mit drei Europa-Ligen würde es Auf- und Abstieg geben. Insgesamt sollen 128 Mannschaften international spielen.

Die Mehrheit der von „Bild“ befragten Verantwortlichen aus der Bundesliga steht der Reform skeptisch gegenüber. Augsburgs Manager Stefan Reuter etwa sagte: „Mit einem solch komplexen Modus entfremdet sich der Fußball immer mehr von den Fans. Es blickt bald niemand mehr durch, wann man sich für welchen Wettbewerb qualifiziert, wenn dies nicht mehr nach den jährlichen Tabellenplätzen möglich ist.“

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