Noch halten sich Jürgen Klinsmann und sein Berater Roland Eitel laut Medienberichten bedeckt, doch die Medien in Ecuador kommentieren die mögliche Verpflichtung von Jürgen Klinsmann als neuer Nationaltrainer bereits als Tatsache. Auch laut „Bild“ und internationalen Fußball-Fachmedien ist die Unterschrift nur noch Formsache.

Der Argentinier Marcelo Neveleff, mit dem Klinsmann bereits 2016 beim US-Nationalteam zusammen gearbeitet hatte, wird als Assistent gehandelt.

4,5 Millionen Euro Jahresgehalt?

Angeblich erhält Klinsmann ein Jahresgehalt von 4,5 Millionen Euro und damit über vier Mal so viel wie sein Vorgänger und sogar etwas mehr als Joachim Löw beim DFB. Die Summe ist so hoch, dass sie sich das bitterarme Ecuador möglicherweise nur mit einem Sponsoring leisten kann.

Präsident Francisco Egas vom ecuadorianischen Fußballverband FEF hat für die nächsten Tage bereits eine publikumswirksame Präsentation angekündigt, um einen optimalen „Marketing-Effekt“ zu erreichen. Er soll sich laut der Zeitung „El Comercio“ in den letzten Wochen mindestens drei Mal mit Klinsmann getroffen haben.

Drogengefährdete Jugendliche von der Straße holen

Das Engagement soll Teil eines Zukunfts- und Nachwuchskonzepts sein, mit dem Ecuador bis 2030 ins Finale der Copa America gelangen will. Laut einem durchgesickerten Papier sollen im Rahmen des Programms auch 1000 Sportplätze gebaut werden, um drogengefährdete Jugendliche von der Straße zu holen.

Geislingen/Steige

Unruhiges Ecuador mit Menschenrechtsverletzungen

Nach den Unruhen von Anfang Oktober ist in Ecuador derzeit allerdings vieles im Fluss. Bei Protesten gegen den Internationalen Währungsfonds und eine Verdopplung der Benzinpreise waren acht Menschen zu Tode gekommen, unter ihnen auch ein junger Mann mit einem Kopfschuss durch Sicherheitskräfte, wie in einem Video zu sehen ist, das die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (CIDH) verbreitet hat. Zwar wurde die Benzinpreiserhöhung mittlerweile zurückgenommen, doch die politische Lage ist nach wie vor angespannt. Oppositionelle Abgeordnete mussten in der Botschaft von Mexiko Zuflucht suchen.

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