Der Fall des italienischen Nationalspielers Davide Astori versetzte am Sonntag die Fußball-Welt in Trauer. Teamkollegen hatten den 31-jährigen Kapitän des AC Florenz nach einem Herzstillstand tot in seinem Hotelzimmer in Udine aufgefunden.

Astoris Tod war nicht die erste Tragödie aufgrund von Herzversagen im Fußball. Auch der Amateurbereich in Baden-Württemberg bildet da keine Ausnahme. 2009 war der 34-jährige Andreas Gläser bei einem Kreisliga A-Spiels seines SV Bolstern in Altenheim (Kreis Biberach) auf dem Platz zusammengebrochen und erlag einem plötzlichen Herztod. Und im Jahr 2013 fand der Trainer des Kreisligisten SV Istein 2 in der Kabine den Schiedsrichter, der die Partie zwischen Istein und dem FC Wittlingen zuvor geleitet hatte, tot auf, als er nach den Spielerpässen fragen wollte.

Zusammenbruch nach Einwechslung

Im Profifußball war 2017 der 30-jährige Cheick Tiote, langjähriger Nationalspieler der Elfenbeinküste, im Training seines damaligen Vereins Beijing Enterprises an einem Herzinfarkt gestorben. In der ersten rumänischen Liga brach 2016 der Kameruner Patrick Ekeng (Dinamo Bukarest) nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung zusammen und erlag auf dem Weg ins Krankenhaus einem Herz-Atem-Stillstand. Im Anschluss ermittelte die Mordkommission aufgrund von Hinweisen, dass es Pannen in der Versorgung gegeben hätte.

Der Spanier Dani Jarque (26) verstarb 2009 nur wenige Tage, nachdem er zum Kapitän seines Vereins Espanyol Barcelona ernannt worden war, im Trainingslager während eines Telefonats mit seiner Freundin an Herzversagen. Superstar Andres Iniesta gedachte seinem besten Kumpel, indem er nach seinem Siegtor im WM-Finale 2010 ein Shirt mit der Aufschrift „Dani Jarque siempre con nosotros“ (deutsch: für immer mit uns) präsentierte. Bereits zwei Jahre vorher hatte der Tod von Antonio Puerta den spanischen Fußball schockiert. Im ersten Spiel der Saison 2007/2008 war der Spieler des FC Sevilla auf dem Platz aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstands kollabiert. Der Jugendnationalspieler, zu diesem Zeitpunkt von Topvereinen umworben, wurde nur 22 Jahre alt.

Als Kamerun 2017 den Afrika-Cup gewann, liefen die Spieler bei den anschließenden Feierlichkeiten alle in Trikots mit der Nummer 17 über den Rasen. Der Grund dafür war das Andenken an Marc-Vivien Foé. Der 28-Jährige erlag 2003 im Halbfinalspiel des Confederations Cup zwischen Kamerun und Kolumbien einem Herzversagen.

Selbiges Schicksal ereilte in Deutschland 1993 Michael Klein während eines Trainingslaufs seines damaligen Vereins Bayer Uerdingen. Der 33-Jährige hatte insgesamt 90 Länderspiele für sein Heimatland Rumänien absolviert. Fünf Jahre später brach Kleins Teamkollege aus Uerdinger Zeiten, Axel Jüptner, im Training seines damaligen Vereins Carl-Zeiss Jena zusammen und verstarb am Tag darauf. Seine Witwe verklagte im Anschluss den Verein und dessen ärztliche Abteilung, da Jüptner trotz einer Herzmuskelentzündung für spieltauglich erklärt worden war. Zu Verurteilungen kam es jedoch nicht.