Wittlich / Claus Pfitzer  Uhr

Der deutsche Meister SG BBM Bietigheim hat auch in diesem Jahr das Finale beim Wittlicher Handball-Cup gegen Metz Handball verloren. Der französische Titelträger bejubelte nach einer Spielzeit von 2x 25 Minuten im Meisterduell einen 28:23-Erfolg und holte sich nach 2015 und 2018 erneut den Turniersieg. Die Bietigheimerinnen hatten bei ihrer vierten Teilnahme in Wittlich zum vierten Mal das Endspiel erreicht. 2016 und 2017 gewannen sie den Cup.

Die Französinnen legten im Endspiel ein hohes Tempo vor und führten schnell mit 11:4. Die SG BBM konnte sich zu selten gegen die stabile Deckung des Gegners durchsetzen. Bis zur Pause kämpfte sich Bietigheim auf 11:14 heran und kam durch einen Zwischenspurt, vielen Paraden der zur besten Torhüterin des Turniers gewählten Dinah Eckerle und sieben Treffer von Kim Naidzinavicius zum 18:18-Ausgleich. Die Führung gelang allerdings nicht. Als bei der SG BBM Maura Visser mit einer Knieverletzung vom Feld musste, entschied Metz die Partie. Bietigheim hatte schon in der Gruppenphase gegen den französischen Meister verloren (27:31). Platz drei belegte der TSV Bayer Leverkusen mit einem 26:18-Sieg über CSM Bukarest. Bei diesem international hochkarätig besetzten Turnier nahmen 14 aktuelle deutsche Nationalspielerinnen teil, darunter Xenia Smits bei Metz.

Viele Tempogegenstöße

Bietigheim zog mit einem souverän herausgespielten 26:17 (14:9) gegen den TSV Bayer Leverkusen ins Finale ein. Dabei bot das Team von Trainer Martin Albertsen in der ersten Halbzeit eine herausragende Leistung und erzielte nach Tempogegenstößen einen Treffer nach dem anderen. Antje Lauenroth (6 Tore) und Kim Braun (5) ragten dabei im Feld heraus. Im Tor bot Eckerle eine starke Leistung und ermöglichte mit vielen gehaltenen Würfen die blitzschnellen Konter.

Metz Handball hatte sich mit Bukarest ein packendes Halbfinale geliefert und musste bis zur letzten Sekunde zittern, ehe der 28:27-Sieg feststand. Metz lag schon mit 23:18 vorne, aber die Rumänninen, die ohne ihre Superstars Cristina Neagu, Andrea Lekic und Dragana Cvijic antraten holten auf und hatten in den Schlusssekunden zweimal die Chance zum Ausgleich.

Klarer Sieg gegen Tussies

Die SG BBM belegte in der Gruppe B mit einem Sieg und einer Niederlage Rang zwei.  Gegen den schwäbischen Bundesligarivalen TuS Metzingen gewannen die Bietigheimerinnen um die überragend  spielende Naidzinavicius deutlich mit 33:24. Zahlreiche Tore fielen dabei nach schnellen Gegenstößen. Die ermöglichte vor allem die stark haltende Torhüterin Valentyna Salamakha. In der ersten Hälfte führte Bietigheim zwischenzeitlich mit vier Toren und bei Halbzeit mit 16:14. Metzingen holte aber zum 20:20 auf. Dann zog die SG BBM auf 27:21 davon.

Gegen Metz, das Metzingen mit 31:18 abgefertigt hatte, unterlag Bietigheim im Gruppenspiel mit 27:31, vergab dabei allerdings gegen die überragende haltende Torhüterin Ivana Kapitanovic eine Reihe von Chancen. Schnell führte der Meister aus Frankreich mit 3:0, nach einer Auszeit und vier Treffern in Folge lag das Albertsen-Team mit 4:3 vorne. Bis zum 22:22 war die Partie eng und ausgeglichen, dann zog Metz auf 27:23 weg.

In der Gruppe A sicherte sich der TSV Bayer Leverkusen mit einem 31:24-Erfolg über den Buxtehuder SV und einem 21:21 gegen CSM Bukarest Platz eins. Dabei vergab Leverkusen vier Siebenmeter. Der Topfavorit aus Rumänien hatte zum Turnierauftakt knapp mit 21:20 gegen Buxtehude gewonnen.