Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm steht in der Corona-Krise, die auch dem Sport mächtig zusetzt, zusammen: Wie am Sonntagabend bekannt wurde, hat der Verein mit seinen Profis einen Gehaltsverzicht vereinbart. Die Geschäftsführung habe entschieden, dass aufgrund der finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise alle Mitarbeiter des Vereins einen Beitrag leisten müssen, teilte der Club in einer Pressemitteilung mit. „Wir glauben, dass wir damit eine faire und nachvollziehbare Lösung für alle gefunden haben. Für uns war von Anfang an der Wille zur Unterstützung durch die Mannschaft spürbar“, wird Thomas Stoll, Geschäftsführer des Bundesligisten, zitiert.

Mitarbeiter von Ratiopharm Ulmer bereits in Kurzarbeit

Zur Erinnerung: Das Trainerteam um Chefcoach Jaka Lakovic hatte den Angaben zufolge bereits zuvor seinen Gehaltsverzicht angeboten. Heißt: Sämtliche Mitarbeiter des Vereins sind bereits seit Mitte März in Kurzarbeit.

Die Basketball-Bundesliga pausiert seit dem 12. März. Die Pause wird laut eines jüngsten Beschluss der Liga-Vertreter bis mindestens Ende April dauern. Ob es dann weitergeht, ist – Stand heute – fraglich. Ziel ist es, die Saison doch noch irgendwie zu Ende zu spielen.

Radikaler Sparkurs bei Ulmer Konkurrent Bayreuth

Mit einem „radikalen Sparkurs“ versucht der Bundesligist medi Bayreuth, den Basketball-Standort in Oberfranken zu sichern. Um die von der Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Krise „überwinden zu können, wurden nun alle Mitarbeiter, inklusive aller verbliebenen Spieler, in Kurzarbeit geschickt“, wie der Verein am Wochenende mitteilte.

Die Maßnahme sei „unumgänglich, um die Zukunft des Clubs zu sichern“, wie Geschäftsführer Björn Albrecht sagte. In einer Notbesetzung arbeitet der Tabellenzwölfte aktuell im Homeoffice weiter.