Basketball Vorweihnachtliche Reisestrapazen für Orange Academy

swp 21.12.2017
Die OrangeAcademy ist heute bei den Kölner RheinStars zu Gast.

Für Besinnlichkeit oder ausgiebige Freude über den Heimsieg gegen Nürnberg bleibt bei den Basketballern der OrangeAcademy aktuell wenig Zeit. Denn der Spielplan will es so, dass die Ulmer bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) in der 18.000 Zuschauer fassenden Lanxess Arena in Köln ihr nächstes und zugleich letztes Spiel des Jahres 2017 austragen. Heißt: Zeit für lediglich zwei Trainingstage (Dienstag und Mittwoch), wenig Erholung für die Doppellizenz-Spieler – die erst gestern aus St. Petersburg zurückgereist sind – sowie die Reisestrapazen an den Rhein zwischen zwei Werktagen.

Freude überwiegt

Für Danny Jansson und sein Team ist das aber der ganz normale Basketball-Wahnsinn: „Wir sind das gewohnt, es sollte daher keinen großen Einfluss auf uns haben“, so der Chefcoach der Ulmer OrangeAcademy, der sich vielmehr auf einen attraktiven Gegner zum Jahresabschluss freut: „Köln hat individuell sehr hohe Qualität. Es wird spannend zu sehen sein, ob wir gegen dieses Team die Leistung aus dem Spiel gegen Nürnberg wiederholen können.“

Das Projekt „RheinStars“ ist so ambitioniert wie die Namen seiner Macher prominent sind: Geschäftsführer Stephan Baeck, der den Klub 2013 gründete, holte im Sommer mit Denis Wucherer (bis 2017 in Gießen) einen Bundesliga-erfahrenen Coach an den Rhein, der den Kölner Basketball zurück ins Oberhaus führen soll.

Ein Ziel, das schon in dieser Saison erreicht werden könnte: Beim Sieg über Hamburg und einer knappen Niederlage in Vechta zeigte das Wucherer-Team, dass nicht viel zur Liga-Spitze fehlt. Offensiv trägt die RheinStars vor allem das US-Trio Kavin Gilder-Tilbury, Jesse Morgan und Keith Ramsey. Letzterer spielte von 2013 bis 2015 für Hagen in der BBL. „Köln hat einige Spieler, die ein Basketball-Spiel übernehmen können“, weiß auch Danny Jansson. „Sie müssen wir so gut es geht kontrollieren.“ Dennoch wäre eine Niederlage zum Jahresabschluss kein Beinbruch: „Gerade in eigener Halle ist Köln schwer zu schlagen.“

Ein Kölner, der den Gast aus Ulm gut kennt, wird heute gegen sein Ex-Team aber nur zuschauen können: Andreas Wenzl reifte in der Ulmer Jugendabteilung zum zweimaligen NBBL-Allstar ehe ihn eine Serie von Knieverletzungen zurückwarf. Nach seinem zwischenzeitlichen Karriere-Ende 2013 griff Wenzl erst in Trier und nach einer zweijährigen Pause schließlich in Köln wieder an. Nach einer soliden Comeback-Saison 2016/17 muss der 2,09-Meter-Mann aktuell aber einmal mehr in der Reha schwitzen: Zum wiederholten Male verletzte sich Wenzl im Sommer am Meniskus.