2. Basketball-Bundesliga Pro A Ehingen will in Kirchheim Vollgas geben

Seger Bonifant steigt hier gegen Chemnitz zum Dunking hoch. Diesen Spielzug ist meist etwas für die großen Spieler. Bradley Hayes (re.) und Kevin Yebo sind hierfür Spezialisten.
Seger Bonifant steigt hier gegen Chemnitz zum Dunking hoch. Diesen Spielzug ist meist etwas für die großen Spieler. Bradley Hayes (re.) und Kevin Yebo sind hierfür Spezialisten. © Foto: Foto. Emmenlauer
Ehingen / Helen Weible 22.12.2017
Die Steeples haben in Kirchheim eine schwere letzte Aufgabe vor der Feiertagspause. Ohne Jonathan Malu dürfte unterm Korb Durchschlagskraft fehlen.

Das vergangene mit 69:102 verlorene Heimduell gegen die Niners Chemnitz hat gezeigt: Wenn die „großen“ Positionen nicht adäquat besetzt sind, dann schlägt der Gegner erbarmungslos zu. Das Unheil hatte bereits Freitagabend seinen Lauf genommen, als sich Jonathan Malu beim Warmmachen am Knie verletzte und gar nicht spielen konnte. Dann fehlten ab Mitte des dritten Viertels auch die drei Langen beim Team Ehingen Urspring: Bradley Hayes, Kevin Yebo und schließlich Kevin Strangmeyer mussten foulbelastet vom Feld. „Es waren acht Pfiffe beim Rebound, die uns Probleme bereitet haben“, sagt Trainer Domenik Reinboth, will aber nicht lange über die Schiedsrichterentscheidungen diskutieren. Seine Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit schlichtweg ihren Rhythmus verloren und Chemnitz habe diese Gelegenheit konsequent ausgenutzt. „Der Chemnitzer Sieg war verdient, aber nicht in dieser Höhe“, meint Reinboth.

Dezimiert zum Derby

Am Freitag um 20 Uhr (Stream auf www.airtango.de) beim Tabellen­achten Kirchheim Knights wird es wieder darauf ankommen, ja nicht den Rhythmus zu verlieren. Die Besetzung wird verletzungsbedingt wieder die gleiche sein. Unter den acht Ehinger Spielern, die sich der „Gelben Wand“ im Derbyspiel stellen, wird der kräftige unterm Korb, Jonathan Malu, nicht zu finden sein. In der Ritterburg müssen deshalb Center Bradley Hayes und der knapp über zwei Meter große, agile Flügelspieler Kevin Yebo, umso mehr mit ihren Fouls haushalten. Gleichermaßen sollten sich die Ehinger Punktegaranten Seger Bonifant und Davonte Lacy nicht aus dem Spiel nehmen lassen wie noch gegen Chemnitz.

Und Devon Moore? Der Meisterschaftsheld gehörte nach seinem klasse Auftritt zu Hause gegen Trier, in Heidelberg und gegen Chemnitz eher zu den Unscheinbaren. Sein Anspruch dürfte es sein, vor seiner Heimreise über Weihnachten (siehe Infokasten), nochmal ein Erfolgserlebnis mit seinem Herzensklub zu feiern.  „Wir wollen befreit aufspielen und nochmal Vollgas geben“, lautet jedenfalls die Marschroute Reinboths gegen eine Mannschaft, die sich durch ihre starken deutschen Spieler auszeichnet. Einschlägige BBL-Erfahrung weisen Andreas Kronhardt, Florian Koeppl und Tim Koch auf. Das Trio steht auch für Konstanz im Kirchheimer Kader. Auf den amerikanischen Positionen mussten die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen nochmal nachjustieren.

Der kräftige Spielmacher Corban Collins sei ein echter Zugewinn für die Ritter, meint Reinboth. Trainer Anton Mirolybov verpasste dem wohl etwas eigenwilligen neuen US-Boy Toney McCray jüngst eine Disziplinarstrafe. Wenn die weiterhin gelten sollte und der Amerikaner wiederholt nicht auflaufen darf, würde das den Steeples schon in die Karten spielen. Doch die Rotation der Gastgeber sollte die Ehinger nicht interessieren. Sie müssen sich vor allem auf sich konzentrieren.

Kurze Zeit der Erholung für die Mannschaft

Einzig Devon Moore wird während der Feiertage über den Großen Teich reisen, um Weihnachten bei seiner Familie zu verbringen. Die anderen Amerikaner bleiben in Ehingen beziehungsweise besuchen Bekannte wie etwa Davonte Lacy. Das Team steigt ab 27. Dezember wieder ins Mannschafts­training ein, Moore wird wahrscheinlich einen Tag später wieder dazustoßen. Am 29. Dezember ist ein Testspiel geplant. An Silvester und Neujahr haben die Spieler dann zwei Tage frei, ehe am 2. Januar die Vorbereitung auf das Rückrundenspiel in Chemnitz beginnt (6. Januar, 19 Uhr). hel

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