Vor der schwersten Aufgabe

Trainer Domenik Reinboth hofft auf eine Steigerung seiner Urspringer gegen Ulm.
Trainer Domenik Reinboth hofft auf eine Steigerung seiner Urspringer gegen Ulm. © Foto: Dave Stonies
YANNICK CZISLINSKY 03.02.2016
Es ist für Trainer Domenik Reinboth das schwerste Spiel in der Vorrunde: Die U19-Mannschaft des Team Urspring trifft im Derby in der NBBL auf die Ratiopharm Ulm Akademie. Dabei sind die Ulmer Favorit.

Heute um 19 Uhr kommt es zu einem Topspiel in der Urspringer Junge-Halle. Die U19-Mannschaft des Team Urspring trifft in der NBBL auf die Ratiopharm Akademie Ulm. Eine schwierige Aufgabe für die Klosterschüler, denn die UImer konnten dieses Jahr noch kein einziges Mal bezwungen werden.

Für das Team Urspring käme ein heutiger Überraschungserfolg genau zum richtigen Zeitpunkt: Am vergangenen Spieltag setzte es eine bittere 67:85-Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Frankfurt. Damals spielte Urspring, trotz einiger Probleme in der Defensive, lange Zeit mit. Erst im Schlussabschnitt der Partie gab die Mannschaft um Head-Coach Domenik Reinboth das Spiel aus der Hand.

Urspring steht seitdem auf dem vierten Tabellenplatz. Ein paar Punkte mehr würden dem Rekordmeister, im Hinblick auf die nahenden Playoffs, nicht schaden. Dass für einen Sieg gegen den Spitzenreiter aus Ulm einige Faktoren zusammenkommen müssen, weiß auch Reinboth: "Das Spiel gegen Ulm ist wahrscheinlich die schwerste Aufgabe der Vorrunde. Wir müssen uns deutlich steigern, um eine Chance zu haben. Die Herausforderung wird darin bestehen, dass einige unserer Spieler über sich hinaus wachsen müssen, dabei aber gleichzeitig als Team auftreten." Zudem wünscht sich Reinboth mehr Beständigkeit im Spiel seiner Mannschaft: "Wir zeigen immer wieder super Ansätze, schaffen es jedoch nicht, dieses hohe Niveau über die vollen 40 Minuten zu halten. Mehr Konstanz muss her."

Beide Mannschaften trafen diese Saison schon aufeinander: Im Hinspiel setzte sich der Ulmer Bundesliganachwuchs mit 90:60 (48:36) gegen Urspring durch. Damals blieb das Team Urspring, welches auf den verletzten Leistungsträger Joel Aminu verzichten musste, weit unter seinen Möglichkeiten. Aufseiten der Urspringer punktete lediglich Aufbauspieler Johannes Klughardt (13) im zweistelligen Bereich. Auf die Frage, ob Klughardt vor so einem Derby besonders aufgeregt sei, antwortet der Spielmacher gelassen: "Klar haben sie uns im Hinspiel deutlich geschlagen. Aber ich denke, wir sollten nicht so viel über den Gegner nachdenken, sondern uns mit uns beschäftigen. Derby hin oder her. Wir müssen einfach schauen, dass wir in das Spiel finden."

Mit einem gesunden Joel Aminu im Aufgebot stehen die Urspringer Vorzeichen auf jeden Fall besser als noch im Hinspiel. Unklar ist auch, ob Ulm in Bestbesetzung antreten wird. Nichtsdestotrotz können sich die Zuschauer in der Junge-Halle auf ein hochklassiges und unterhaltsames Jugendspiel freuen.