Basketball München stoppt Ulms Siegeszug

Alexander Finck 08.04.2017

Noch vor dem Spitzenspiel Ratiopharm Ulm gegen FC Bayern München Basketball am 29. Spieltag der Basketball-Bundesliga wäre es Ulms Headcoach Thorsten Leibenath lieber gewesen, kein spielfreies Wochenende vor der Partie gegen München zu haben, um im Spielrhythmus zu bleiben. Diesen lies sein Team im ersten Viertel vorerst vermissen. Die ersten drei Dreipunktewürfe verfehlten ihr Ziel und der FC Bayern spielte sich mit 4:12 in Front. Nach der anschließenden Auszeit fingen die Ulmer schließlich an zu punkten. Chris Babb traf dabei 3 Sekunden vor Ende des ersten Durchgangs mit einem Dreier zum 12:12.

Ab dem zweiten Viertel wurde die Partie umkämpfter und auf beiden Seiten fielen die Würfe in den Basketballkorb hinein. Augustin Rubit, Ulms bester Werfer mit insgesamt 23 Punkten, glich mit einem Wurf hinter der Dreipunktelinie zum 21:21 aus und punktete daraufhin zur ersten Ulmer Führung – 23:21. Nun fielen auf beiden Seiten die Dreier. Zuerst Babb, dann Bryce Taylor, für Bayern, dann Raymar Morgan und letztendlich wieder Taylor. Der Spielstand zur Halbzeit war 36:33 für die Gastgeber aus Ulm.

Nach Seitenwechsel war die Partie weiter offen und ausgeglichen, bis 6, 7 Sekunden vor Ende des dritten Viertels – 50:49. Zu diesem Zeitpunkt gab es gleich drei Fouls gegen Ulm. Zuerst ein Technisches Fouls gegen Ulms Guard Taylor Braun und anschließend gleich zwei Fouls gegen Trainer Leibenath, der mit der Schiedsrichterentscheidung überhaupt nicht einverstanden war. Ulms Headcoach musste deshalb auch die Halle verlassen. Bayerns Taylor traf die Freiwürfe und erhöhte auf 56:50 aus Münchner Sicht.

Ohne Thorsten Leibenath wirkte das Ulmer Spiel im vierten Viertel zerfahren und der FC Bayern München Basketball dominierte die Partie. Nach Morgans zwei Punkten zum 52:56, startete München einen 10:0-Lauf. Doch Babb verkürzte nach einem erfolgreichen Dreier auf 57:66. Bayerns Headcoach Aleksander Djordjevic reagierte mit einer Auszeit die Wirkung hatte. Ulm traf seine Würfe nicht mehr und verlor immer wieder den Ball. München hingegen punktete weiterhin. Bayerns Kapitän Taylor besiegelte mit 19 Punkten und insgesamt vier getroffenen Dreiern bei fünf Versuchen, zum 66:83, die erste Ulmer Niederlage in der Basketball-Bundesliga.

Assistent Coach Jesus Ramirez, der Leibenath nach dem Hallenverweis vertrat und auch für ihn auf der Pressekonferenz erschien, war sehr enttäuscht: „Das ist unsere erste Saisonniederlage in der Bundesliga. Das ist sehr schade. Wir können besser spielen und haben heute zum Ende hin nicht mehr unsere Würfe getroffen“. Ausschlaggebend war für Ramirez und Per Günther für die Heimpleite aber nicht die Disqualifikation von Leibenath: „Das geht auf unsere Kappe. Wir haben genügend erfahrene Spieler mit Qualität. Wir dürfen keine 15 Punkte im letzten Viertel abgeben, auch wenn ein Affe mit Trillerpfeife bei uns die Fäden ziehen würde“.

Spielstand: 68:83 (Halbzeit: 36:33) (12:12; 24:21; 14:23; 18:27)
Beste Werfer: Augustin Rubit (23 Punkte), Raymar Morgan (11), Chris Babb (9)