Basketball Allstar-Spektakel mit Ulmer Stimmungsmachern

Beim Allstar-Spiel 2013 in Nürnberg: Der Ulmer Per Günther (links) im Duell mit seinem damaligen Teamkollegen John Bryant.
Beim Allstar-Spiel 2013 in Nürnberg: Der Ulmer Per Günther (links) im Duell mit seinem damaligen Teamkollegen John Bryant. © Foto: Imago
swp 13.01.2018
Zum 30. Mal findet am Samstag das Allstar-Spektakel statt. National gegen International heißt es wieder. Drei Ulmer Spieler sind in Göttingen auch dabei.

Wenn Ulmer beim Allstar-Spiel der Basketball-Bundesliga dabei sind, und das war in den vergangenen Jahren regelmäßig der Fall, dann ist häufig etwas geboten.

In der Göttinger Lokhalle sind wieder mit von der Partie: Per Günther, der von den Fans in die Starting five gewählt wurde. Der Ratiopharm-Spielmacher wurde insgesamt zum neunten Mal nominiert. Im vergangenen Jahr sagte Günther aus gesundheitlichen Gründen ab. Der 29-Jährige trifft in der Universitätsstadt auch auf seinen elf Jahre jüngeren Bruder Jasper. Der 17-Jährige von Phoenix Hagen (Pro A) feiert seine Allstar-Premiere im Trikot der Nord-Auswahl der Nachwuchs-Bundesliga.

Ismet Akpinar wurde von Dirk Bauermann, der das Team National betreut, nominiert und empfindet es als „große Ehre“. Trey Lewis wurde zum zweiten Mal in die Anfangsformation des Teams International gewählt. „Ich bin den Fans für ihre tolle Unterstützung wahnsinnig dankbar“, sagte der Amerikaner.  Für das U-19-Allstarspiel der NBBL wurde auch der Ulmer Nico Bretzel nominiert, der wegen einer Fußverletzung jedoch absagen musste. Brian Butler von den Scanplus Baskets Elchingen, Tabellenführer der Pro B, tritt erneut beim Dunking-Wettbewerb an und hat nur eines im Sinn: Titelverteidigung.

Günther, der sein Team damals zum einzigen Sieg der Nationalen  geführt hatte, wurde 2016  zum MVP gewählt und gewann damals auch den Dreier-Contest, an dem er erneut teilnimmt. „Ich freue mich jedes Jahr wieder“, meinte der Pointguard, der sich mittlerweile in einer „Botschafter-Rolle“ sieht und nach Anzahl an Nominierungen nur von Bundesliga-Legende Carl Brown (zehn Teilnahmen) übertroffen wird.

Vor zwei Jahren flogen dem Ulmer alle Sympathien zu, weil er sich gegenüber einem Amateur eine noble Geste leistete. Im Dreier-Finale lieferten sich der Ratiopharm-Korbjäger und Christian Gwisdz einen spannenden Wettkampf. Der Profi gewann das Duell mit seinem letzten Wurf und bekam dafür einen Scheck über 1000 Euro überreicht. Bei der Siegerehrung riss der Ulmer den symbolischen Scheck in zwei Hälften und gab Gwisdz die eine.

Geteiltes Preisgeld

Drei Jahr zuvor war es ebenfalls Per Günther, der zusammen mit seinem damaligen Teamkollegen John Bryant (aktuell Gießen) für den Höhepunkt in Nürnberg sorgte. Bereits im ersten Viertel hatte es ein kurzes Privatduell zwischen den beiden Ulmern beim National-International-Vergleich gegeben. Günther, 1,84 m groß und 80 kg schwer, war in seiner typischen Art zum Korb gezogen, wurde aber vom Center, 2,11 m groß und 130 kg schwer, mit dem linken Arm gnadenlos locker weggeblockt. Günther rutschte ein wenig herum, sprang dann mit gespielter Entrüstung auf, um sich bei den Schiedsrichtern wegen des ausgebliebenen Pfiffes zu beschweren. Bryant, heute nicht dabei, lachte nur.

Dann: Günther zieht wieder zum Korb, setzt zu einem Dunking an, wozu er eine Leiter braucht. Um seinem „kleinen“ Teamkollegen bei dem kühnen Vorhaben in luftiger Höhe zu helfen, packt Bryant mit beiden Händen Günther an den Hüften und hebt ihn hoch – Günther stopft den Ball durch die Reuse. 7000 Fans sind aus dem Häuschen. 

Das Spiel wird live bei telekomsport.de  ab 20 Uhr frei empfangbar übertragen.

Pokal: Auf dem Weg nach Neu-Ulm

Durch die Heim-Niederlage des Basketball-Bundesligisten Telekom Baskets Bonn gegen die Eisbären Bremerhaven nehmen die Fraport Skyliners aus Frankfurt als sechstes und somit letztes Team an der Pokal-Qualifikation teil. Die Frankfurter treffen am Samstag,  20. Januar (18 Uhr), Bayeuth. Die weiteren Paarungen: Alba Berlin – Ludwigsburg (Sonntag, 21. Januar, 15 Uhr) und FC Bayern München – Brose Bamberg (Sonntag, 21. Januar, 19 Uhr). Die Gewinner der drei Qualifikations-Spiele sind neben Ausrichter Ratiopharm Ulm beim Top Four am 17./18. Februar in Neu-Ulm mit von der Partie.  swp