Basketball Ulmer Kapitän fordert für das Heimspiel gegen Trier volle Konzentration

Ulm / THOMAS GOTTHARDT 29.11.2014
Auf der Weihnachtsfeier des Fan-Klubs Magic Sparrows für das Heimspiel am Samstag gegen TBB Trier gestärkt: Ratiopharm Ulm will so die Serie von zuletzt drei Bundesliga-Siegen in Folge fortsetzen.

Mal eine schöne Abwechslung für die Ulmer Bundesliga-Basketballer in einer ansonsten trainingsintensiven Woche, die am Samstag mit dem Heimspiel gegen TBB Trier (18.30 Uhr) ihren - positiven - Abschluss finden soll. Seit 1997 richtet der Fan-Klub Magic Sparrows die mittlerweile schon traditionelle Weihnachtsfeier aus, zu der nicht nur die Spieler, sondern auch alle Leute aus dem Umfeld kommen.

Am vergangenen Donnerstag war es mal wieder so weit. In einer Lokalität in Neu-Ulm kamen rund 170 Ratiopharm-Anhänger zusammen, um mit den Korbjägern zu feiern. Mit dabei waren auch etliche Mitglieder des Fan-Klubs "Fan-Attack". Spaß gemacht hat es, fasste Peter Melchinger, 2. Vorstand bei den Magic Sparrows, zusammen.

Doch schnell schaltete die Mannschaft wieder um in den Spiel- und Vorbereitungsmodus. Boris Savovic zum Beispiel trainierte, und zwar nicht zum ersten Mal, mit einem Einweghandschuh, um seinen Wurf zu stabilisieren. Ob das einen positiven Trainingseffekt hat, wollte Coach Thorsten Leibenath nicht bestätigen. Allerdings hatte der Serbe zuletzt beim Sieg in Bremerhaven eine exorbitant gute Trefferquote sowohl aus dem Zweier- als auch aus dem Dreierbereich. Sollte es von Seiten des Spielers oder des Trainers den Plan geben, Savovic' rechte Hand auch für ein Spiel in einen Handschuh zu stecken, so ist wohl eher davon abzuraten. Von einem BBL-Sprecher hieß es: Der Klub müsse erst einen Antrag stellen und den auch noch sehr gut begründen. Schließlich gehöre ein Handschuh nicht zur originären Ausrüstung eines Basketball-Spielers.

Per Günther machte sich derweil mit Blick auf den Gegner Trier schon nahezu tiefgründige Gedanken über den Status eines Favoriten und eines Außenseiters im Sport. Resümee: Das Ulmer Team solle sich aktuell lieber zurückhalten bei solchen Bewertungen. "In der vergangenen Saison hatten wir vielleicht mal Probleme, einen Gegner ernst zu nehmen, wenn wir im Eurocup gegen Valencia gewonnen hatten und zwei Tage später gegen Braunschweig antreten mussten. In dieser Saison ist das anders. Wir haben noch keine Mannschaft wie Valencia oder Berlin oder Bamberg geschlagen. Wir sind also alle sehr, sehr geerdet", erklärte der Spielmacher und will selbst mit gutem Beispiel voran gehen. Er wolle sich gegen Trier so konzentrieren wie in einem Spiel gegen die Chicago Bulls - wenn es denn mal dazu kommt.

Während die Ulmer ihre Serie von zuletzt drei Liga-Siegen in Folge fortsetzen wollen, geht es für Trier darum, im Mittelfeld zu bleiben. "Ulm hat viel Talent", sagte TBB-Coach Henrik Rödl, "aber wenn wir die Ballverluste reduzieren und insgesamt weniger Fehler machen, dann haben wir auch in Ulm eine Chance zu gewinnen." In der vergangenen Saison hat das ja auch tatsächlich funktioniert.