Verspätete Weihnachtsgeschenke gab es für die Bundesliga-Basketballer von Ratiopharm Ulm in der Auswärtspartie gegen die Basketball Löwen Braunschweig keine. Die Mannschaft von Headcoach Thorsten Leibenath verlor in einem engen und hart umkämpften Spiel mit 77:82 (42:39) gegen die Niedersachsen.

Noch im Vorfeld des Spiels hatte Leibenath vor Braunschweigs Schlüsselspielern Scott Eatherton und DeAndre Lansdowne gewarnt. Seiner Mannschaft gelang es auch anfangs, die beiden Akteure großteils aus dem Spiel zu nehmen. Dennoch legten die Hausherren einen fulminanten Start hin und sicherten sich eine knappe 19:18-Führung.

Dann drehte aber Lansdowne auf. Der 29-Jährige eröffnete das zweite Viertel mit zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen. Dies war der Auftakt zu einem 14:3-Lauf. Die Basketball Löwen zogen auf zwölf Zähler davon.

Ratiopharm Ulm sichert sich Führung zur Halbzeit

Ulms Coach Leibenath war gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Die fruchtete: Innerhalb von 15 Sekunden erzielten die Ulmer Korbjäger sieben Punkte. Angeführt von Katin Reinhardt, der im zweiten Viertel vier Mal von jenseits der 6,75-Meter-Linie traf und am Ende Ulms Topscorer mit 17 Punkten wurde, konnten sich die Gäste eine Drei-Punkte-Führung zur Halbzeit sichern.

Trotz konzentrierter Leistung und elf Steals gelang es den Ulmer Basketballern in der zweiten Halbzeit nicht, den Vorsprung auszubauen. Dazu fingen, neben Braunschweigs Lansdown, auch Christian Sengfelder (17 Punkte) und Eatherton, der mit 18 Zählern bester Werfer der Partie war, an, der Ulmer Verteidigung Probleme zu bereiten.

Im dritten Durchgang holte das Braunschweiger Team von Trainer Frank Menz den Rückstand auf und lag sogar erneut in Front. Ulms Bogdan Radosavljevic und Ryan Thompson stellten aber die Führung wieder her (59:56).

Neun Führungswechsel

Die Partie blieb eng und kein Team konnte sich absetzten. Insgesamt gab es im vierten Viertel neun Führungswechsel. Ausschlaggebend war dann der Dreier von Braunschweigs Thomas Klepeisz. Der Aufbauspieler traf 84 Sekunden vor Spielende, mit Ablauf der Wurfuhr zum 78:74.

Ulms Dwayne Evans brachte sein Team mit einem Dreier noch einmal auf Schlagdistanz, doch Ismet Akpinar foulte innerhalb kürzester Zeit Klepeisz doppelt, um die Uhr anzuhalten. Das zweite Foul wurde als unsportlich gewertet. Klepeisz behielt die Nerven an der Freiwurflinie und fügte Ulm die erste Niederlage nach den vier Siegen in Serie hinzu.

„Meiner Meinung nach waren die letzten fünf Minuten die Entscheidenden, in denen wir nicht wirklich strukturiert gespielt haben – zu viele Ballverluste und verworfene offene Würfe“, sagte Ulms Center Radosavljevic bei Telekomsport: „Da müssen wir einfach schlauer sein. Wir müssen im Schlussviertel die besseren Entscheidungen treffen.“

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