Basketball Ulmer Basketballer verlieren Testspiel gegen Gran Canaria

Toure Murry, Luke Harangody, Da’Sean Butler und Joschka Ferner (v. l.) schauen zu, wie ihr Teamkollege Trey Lewis (Nr. 12) versucht, den Gegner am Korberfolg zu hindern.
Toure Murry, Luke Harangody, Da’Sean Butler und Joschka Ferner (v. l.) schauen zu, wie ihr Teamkollege Trey Lewis (Nr. 12) versucht, den Gegner am Korberfolg zu hindern. © Foto: CB Gran Canaria/Cruz
Sebastian Schmid 11.09.2017
Ratiopharm Ulm hat im Trainingslager in letzter Sekunde gegen Herbalife Gran Canaria mit 93:95 verloren. Das Ergebnis war dabei allerdings nur zweitrangig.

Da hat Thomas Stoll mal eben 400 Euro für den Orange Campus gespart. Geld, dass der Geschäftsführer der Ulmer Bundesliga-Basketballer allerdings gerne ausgegeben hätte – und es genauso gerne behält. Schließlich hätten die 400 Euro – so viel kostet ein Ticket vom türkischen Istanbul nach Las Palmas – bedeutet, dass Deutschland bei der EM gegen Frankreich ausgeschieden wäre. Da das Team von Bundestrainer Chris Fleming dank des 84:81-Siegs aber ins Viertelfinale eingezogen ist, war der Plan der Ulmer dahin, Nationalspieler Ismet Akpinar ins Trainingslager nach Gran Canaria einzufliegen.

Während der Neuzugang von Alba Berlin also weiterhin EM-Luft schnuppert, bereitet sich sein neues Team intensiv auf den Ligastart am 30. September vor. Wie in jedem Trainingslager auf der Kanarischen Insel stand für das Team von Trainer Thorsten Leibenath ein Test gegen Herbalifa Gran Canaria an.

Ein guter Test für die Ulmer

Dass die Partie gegen die kleine Weltauswahl – im Kader stehen neben Spaniern und Amerikanern ein Schwede, ein Israeli, ein Tscheche, ein Lette und ein Dominikaner – in letzter Sekunde mit 93:95 verloren wurde, ärgerte Ratiopharm-Trainer Thorsten Leibenath nicht übermäßig. Viel wichtiger war ihm, dass die Partie gegen die Spanier, auf die Ulm in der Eurocup-Gruppenphase treffen wird, eine gute Vorbereitung auf den Bundesliga-Start darstellte: „Es war ein guter Test für uns, auch weil der spanische Basketball uns zu Beginn der Saison gegen die Berliner erwarten wird. Man ist enormer Größe ausgesetzt und da haben wir einen guten Job gemacht.“

Auch wenn Akpinar noch in der Türkei bleibt, werden morgen in der luxuriösen Casa Léon einige Nachzügler erwartet. Zum ersten Mal wird das Pro-A-Team der Ulmer, die Orange Academy, sich in Spanien den letzten Feinschliff vor dem Ligastart mit dem Derby gegen Ehingen holen.