Basketball Ulmer Basketballer trotz Protests der Ludwigsburger entspannt

Die Ulmer Basketballer trotz des Protests der MHP Riesen Ludwigsburg entspannt.
Die Ulmer Basketballer trotz des Protests der MHP Riesen Ludwigsburg entspannt. © Foto: dpa
Ulm / Sebastian Schmid 19.05.2017
Die MHP Riesen Ludwigsburg legen Einspruch gegen die Wertung der 81:91 Niederlage gegen die Ulmer Basketballer ein. Der Vizemeister bleibt gelassen. Mit Video-Statement von Thorsten Leibenath.

Die Bundesliga-Basketballer von Ratiopharm Ulm gehen fest davon aus, dass sie am Sonntag um 15 Uhr zum ersten Halbfinale die EWE Baskets Oldenburg in der Ratiopharm-Arena empfangen. Dem Einspruch der MHP Riesen Ludwigsburg gegen die Wertung der 81:91-Niederlage im fünften Viertelfinale misst man beim Vizemeister geringe Erfolgschancen bei. „Ich mache mir deswegen keinen Kopf“, sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath. Ähnlich sieht es Halbfinal-Gegner Oldenburg, der sich am Samstag auf den Weg nach Ulm machen wird. Auch die Baskets gehen davon aus, dass es zur Neuauflage des letztjährigen Viertelfinals kommt.

Die Basketball-Bundesliga (BBL) will nach eigener Auskunft erst am späten Freitagabend oder sogar erst am Samstagmorgen entscheiden, ob der Einspruch berechtigt ist und ein Wiederholungsspiel nötig wird.

7,8 Sekunden vor der Halbzeit hatte Ludwigsburgs Trainer John Patrick zunächst ein technisches Foul erhalten, gegen das er beim Kommissar Einspruch einlegen wollte. Bei diesem Versuch erhielt er von den Schiedsrichtern ein zweites technisches Foul und wurde beim Stand von 47:39 für Ulm aus dem Innenraum der Arena verbannt. Gegen das zweite technische Foul legten die Riesen Protest ein. In einer Stellungnahme heißt es: „Das Recht während eines Spiels Protest beim Kommissar einzulegen, welches in den Regularien explizit vorgesehen ist (siehe Verfahrens- und Schiedsgerichtsordnung der easyCredit Basketball Bundesliga), wurde dem Ludwigsburger Trainer John Patrick nicht nur verwehrt, sondern er wurde hierbei von den Schiedsrichtern mit einem technischen Foul und der damit verbundenen Disqualifikation bestraft. Dies ist ein nicht zulässiger Vorgang.“ Allerdings hatte Patrick hierzu unzulässigerweise seine Coaching-Zone verlassen.