Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg gegen Bayreuth und Ulm steht sicher in den Playoffs. Beim Unterfangen, Platz sechs zu verteidigen, musste Trainer Thorsten Leibenath neben dem am Knie operierten Max Ugrai auch auf Ryan Thompson verzichten, der mit seiner Frau im Kreissaal auf die Geburt seiner Tochter wartete.

Zeitgleich gelang seinen Teamkollegen auch ohne Thompson in der Anfangsformation ein solider Start gegen die Oberfranken, die um ihre letzte Playoff-Chance kämpften. Vor 6200 Zuschauern legten die Hausherren dank einer starken Defensive einen 10:1-Lauf hin. Die Grundlage für die 24:17-Führung nach dem ersten Viertel.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang Isaac Fotu per Dreier die erste zweistellige Führung (27:17), die bis zur Halbzeit erfolgreich verteidigt werden konnte (47:37). Angesichts des vergangenen Heimspiels gegen Oldenburg, als die Ulmer nach der Halbzeit völlig einbrachen, stellte sich zu diesem Zeitpunkt die Frage, wie die Teams aus der großen Pause kommen. Denn Gäste-Trainer Raoul Korner hatte vor dem Spiel zurecht festgestellt, dass beide Mannschaften zwei Gesichter haben, die sich häufig auch während einer Partie zeigen.

Ulm und Bayreuth verstärken Defensive

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte legten beide Teams in der Defensive nochmal eine Schippe drauf, wobei das den Ulmer etwas besser gelang. Bis zwei Minuten vor dem Viertelende hielten die den Abstand, dann gelang den Bayreuthern ein 8:0-Lauf, womit sie auf 53:56 herankamen. Mit dem Viertelsirene traf Fotu jedoch per Dreier zum 59:53.

Im letzten Durchgang versuchten die Gäste mit allen Kräften, die Niederlage zu verhindern. Doch die Ulmer hielten dem Druck Stand. Vor allem Javonte Green (22 Punkte) und Ismet Akpinar (19) waren in dieser Phase kaum noch zu stoppen und sorgten dafür, dass das Ratiopharm-Team vier Minuten vor dem Ende mit 83:64 führte. Damit war die Gegenwehr der Oberfranken gebrochen und Ulm sicherte sich mit dem letztlich klaren 92:69-Sieg das Playoff-Ticket.

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