Ratiopharm Ulm Ulmer Basketballer scheiden im Pokal aus

Richard Freudenberg (Frankfurt) und David Kraemer (Ulm): Am Ende verloren die Gäste gegen den starken Gegner mit knappen 74:78.
Richard Freudenberg (Frankfurt) und David Kraemer (Ulm): Am Ende verloren die Gäste gegen den starken Gegner mit knappen 74:78. © Foto: EIBNER/Rene Weiss
Frankfurt / Sebastian Schmid 07.10.2018
Drittes Pflichtspiel, dritte Niederlage für Ratiopharm Ulm. Die Basketballer von Trainer Thorsten Leibenath unterlagen im Pokal-Achtelfinale in Frankfurt mit 74:78. Damit ist der erste Titel futsch.

Die letzten 3:21 Minuten der 74:78-Niederlage seiner Basketballer dürfte Thorsten Leibenath nicht mehr vom Spielfeldrand aus verfolgen. Nachdem sich der Ulmer Trainer zu sehr über eine Schiedsrichterentscheidung aufgeregt hatte, musste er den Halleninnenraum verlassen. Für ihn übernahm Tyron McCoy, der im Sommer gekommen war und in Quakenbrück und Tübingen bereits als Cheftrainer in der Bundesliga aktiv war. Die Niederlage konnte der 45-Jährige aber nicht verhindern.

Als Leibenath der Halle verwiesen wurde, führte sein Team mit 69:66. Doch wie ihr Trainer zeigten die Ulmer Spieler im letzten Viertel Nerven. So verwarfen Dwayne Evans (einmal) und Javone Green (zweimal) von der Freiwurflinie und ließen wertvolle Zähler liegen.

Im Gegenzug war Frankfurts Quantez Robertson zur Stelle, von dem bis dahin nicht viel zu sehen war. Erst sorgte der 33-Jährige per Dreier für die erste Skyliners-Führung in Hälfte zwei (72:71), dann konterte er Greens Treffer zum 73:72 und brachte die Hausherren abermals in Front (74:73). Mit seinem Fehlwurf machte Patrick Miller dann die letzten Hoffnungen der Ulmer zunichte.

Ulm legt vor der Pause einen Lauf hin

Dabei hatten die Gäste nach einer Anfangsphase, in der beide Teams durchwachsen aufgetreten waren, lange Zeit alles im Griff. Das erste Viertel gewann Ulm dank eines Treffers mit der Sirene von Miller, der besser als zuletzt auftrat (12 Punkte, 7 Assits, 4 Rebounds), mit 17:16.

Nachdem die Ratiopharm-Akteure im zweiten Durchgang lange einem Rückstand hinterher gerannt waren, legten sie in den letzten 84 Sekunden vor der Halbzeit nach einer Leibenath-Auszeit einen 10:0-Lauf hin und gingen mit einem 42:34 in die große Pause.

Evans, der mit 25 Punkten Topscorer der Partie war, sorgte für die erste zweistellige Führung (44:34). Die hatte bis zum 49:39 Bestand. Anschließend versäumten es die Ulmer aber, die taumelnden Frankfurter weiter zu distanzieren.

Stattdessen leisteten sie sich zu viele einfache Fehler und machten das Achtelfinale wieder spannend. Mit einem weiteren Korberfolg mit der Sirene rettete Ryan Thompson eine Drei-Punkte-Führung ins letzte Viertel.

Erneuter Einbruch im letzten Viertel

Aber wie bereits beim Bundesliga-Start gegen Bayern München (77:83) und dem Eurocup-Auftakt bei Roter Stern Belgrad (73:88) waren die Ulmer in den letzten zehn Minuten zu undiszipliniert und verrannten sich zu häufig in Einzelaktionen.

Brady Heslip brachte Frankfurt mit seinem fünften Dreier auf 64:65 heran, doch nach eine Auszeit Leibenaths zogen die Gäste noch einmal auf 69:64 davon. Dann allerdings verlor der Coach nach zwei Punkte von Erik Murphy selber die Nerven und leitete damit die dritten Niederlage im dritten Spiel ein. Anders als in den vorangegangenen Spielen kann nun kein Ulmer mehr damit zufrieden sein, dass man lange gut mitgehalten hat. Nach der Pleite ist der erste Titel der Saison futsch, das Pokalviertelfinale findet ohne Ratiopharm Ulm statt.

Am Mittwoch empfängt Ulm Galatasaray Istanbul in der Arena, am Samstag geht es dann in der Bundesliga nach Oldenburg.

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