Frankfurt / Ulm Ulmer Basketballer liefern ihr bislang bestes Saisonspiel ab

Trainer Thorsten Leibenath
Trainer Thorsten Leibenath © Foto: Eibner
Sebastian Schmid 18.11.2017
Bei den bis dahin ungeschlagenen Frankfurtern hat Ratiopharm Ulm einen 89:75-Sieg gefeiert. Dabei überraschten die Gäste die Hessen mit ungewohnten Defensiv-Qualitäten. Im letzten Viertel war dann vor allem ein Ulmer Spieler nicht mehr zu stoppen.

Die Ulmer Basketballer können halbwegs entspannt in die Länderspiel-Pause gehen. Das Team von Trainer Thorsten Leibenath gewann dank der bislang besten Saisonleistung bei den bis dahin ungeschlagenen Fraport Skyliners Frankfurt mit 89:75. Damit gelang dem Ratiopharm-Team im fünften Anlauf der erste Sieg gegen eine Mannschaft auf einem Playoff-Platz.

„Ich muss der Mannschaft ein riesengroßen Kompliment aussprechen, wie sie das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen haben“, lobte Leibenath. „Das war unser bislang bestes Saisonspiel.“

Benimon erhält den Vorzug vor Murry

Dass bei Frankfurt die zuletzt verletzten Mike Morrison und Niklas Kiel ins Team zurückkehrten überraschte Leibenath nicht. Er selbst setzte wie bereits vergangen Woche gegen Braunschweig auf Jerrelle Benimon, für den Toure Murry als siebter Ausländer aussetzen musste.

Zu Beginn schickte der Ulmer Coach allerdings die mittlerweile etablierte Anfangsformation mit Per Günther, Ismet Akpinar, Ryan Thomspon, Da'Sean Butler und Isaac Fotu aufs Feld.

Bis zum 16:15 aus Ulmer Sicht blieb es eng, dann zogen die Gäste auf 22:15 davon. Hätte Quantez Robertson nicht mit der Sirene zum 18:22 für die Skyliners getroffen, hätte sich die gute Abwehrarbeit der Ulmer noch deutlicher niedergeschlagen.

12:0-Lauf bringt Frankfurt zurück ins Spiel

So aber waren die Frankfurter dran. Das änderte sich jedoch dank einer abermals starken Ulmer Startphase, durch die der Eurocup-Starter auf 33:24 davonzog. Dann allerdings wurde das Offensivspiel zu durchsichtig, was die Hausherren zu einem 12:0-Lauf und der 36:33-Führung nutzten.

Butler mit zwei Dreiern sowie Benimon und Akpinar beendeten die Durststrecke und bescherten Ulm eine 43:40-Pausenführung.

Trey Lewis nicht mehr zu stoppen

Als die Teams wieder auf dem Feld waren, egalisierten sich größtenteils – das Überraschende aus Ulmer Sicht war dabei, dass sie die Frankfurter mit ihrem Defensive im Zaum hielten. Bislang war die Abwehr alles andere als das Prunkstück der Ulmer.

Doch dieses Mal gelang es ihnen, den Gegner bis zum letzten Viertel bei 59 Punkten zu halten. Bei einem Punkt Rückstand legten die Gäste dann noch eine Schippe drauf und gewannen die letzten zehn Minuten mit 31:16. Dabei war es vor allem Trey Lewis, mit 26 Punkten Topscorer der Partie, den die Frankfurter nicht mehr in den Griff bekamen.

Angesichts dieser Leistung war es nicht verwunderlich, dass der 25-Jährige direkt nach dem Spiel zur Doping-Kontrolle musste.

Bis zum Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC am 3. Dezember haben die Ulmer nun spielfrei. Trotzdem bittet Leibenath bis auf die Nationspieler Fotu (Neuseeland) und Akpinar sein Team ab Dienstag wieder zum Training. „Wir können uns den Luxus nicht erlauben, frei zu machen“, stellte Leibenath klar.