Las Palmas  Ulmer Basketballer kurz vor Eurocup-Aus - 84:97 in Las Palmas

Trey Lewis (rechts) war beim Eurocup-Gastspiel auf Gran Canaria phasenweise der Alleinunterhalter im Ulmer Team und kam am Ende auf starke 28 Punkte. In den letzten Minuten verließ aber auch ihn das Wurfglück.
Trey Lewis (rechts) war beim Eurocup-Gastspiel auf Gran Canaria phasenweise der Alleinunterhalter im Ulmer Team und kam am Ende auf starke 28 Punkte. In den letzten Minuten verließ aber auch ihn das Wurfglück. © Foto: Fernando Robledano Jiménez
Sebastian Schmid 13.12.2017
Basketball-Bundesligist Ulm steht im Eurocup vor dem Aus. Das Ratiopharm-Team leistet sich auf Gran Canaria zu viele Ballverluste und unterlag mit 84:97. Da half auch der Gala-Auftritt eines Ulmers nichts.

Die Ulmer Basketballer können sich so langsam damit abfinden, dass sie in der ersten Eurocup-Runde ausscheiden werden. Die Chance auf das Weiterkommen war ohnehin bereits vor dem Gastspiel auf Gran Canaria sehr gering. Doch nach dem 84:97 bei den Spaniern ist sie auf ein absolutes Minimum gesunken. Rein rechnerisch ist das Aus zwar noch nicht besiegelt, doch abgesehen von zwei Ulmer Kantersiegen in den beiden noch ausstehenden Partien müsste schon viel zusammenkommen, damit das Ratiopharm-Team weiter kommt.

Dass es nicht zu  mehr reichte, hatten sich die Gäste selber zuzuschreiben. 19 Ballverluste leisteten sie sich, wobei alleine Ryan Thompson acht Turnover unterliefen. Da half es auch nichts, dass Trey Lewis mit 28 Punkten über weite Strecken eine starke Partie ablieferte. Der 25-Jährige war für den angeschlagenen All-Star Ismet Akpinar in die Startformation gerückt und drückte von Beginn an aufs Gas.

Insgesamt entstand nie der Eindruck, dass sich die Ulmer aufgegeben haben und nicht mehr an ihre Chance ans Weiterkommen glauben. So bot Trainer Thorsten Leibenath bis auf Akpinar und den Langzeitverletzten Tim Ohlbrecht seine beste Formation auf und konnte dabei auch auf den zuletzt verletzten Luke Harangody zurückgreifen. Nach dem guten Start (17:10) schlichen sich im Ulmer Spiel jedoch erste Fehler ein. Gran Canaria präsentierte sich allerdings ebenfalls nicht sehr ballsicher (16 Ballverluste), hatte in Marcus Eriksson jedoch einen Akteur, der Lewis in puncto Ausbeute kaum nachstand. Am Ende kam der Schwede auf 26 Punkte.

Trotz der eigenen Fehlerflut blieben die Ulmer dank ihres Einsatzwillens im Spiel und führten in einer bis dahin engen Partie vier Minuten vor dem Ende mit 84:79. Gran Canarias Coach Luis Casimiro nahm eine Auszeit, nach der sein Team lediglich 30 Sekunden benötigte, um auszugleichen (84:84). Leibenaths Auszeit zeigte hingegen keine Wirkung. In den letzten vier Minuten blieben seine Spieler ohne Korberfolg und mussten mit ansehen, wie die Hausherren dank eines 18:0-Laufs den 97:84-Sieg perfekt machten.

Für das Ratiopharm-Team geht es am Samstag (18 Uhr) mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen Würzburg weiter. Im Eurocup müssen die Ulmer am kommenden Mittwoch erneut auswärts ran. Dann geht es nach Russland zu Zenit St. Petersburg.