Basketball Ulmer Basketballer können sich auf ihre Bank verlassen

Thompson und Leibenath bejubeln den Sieg.
Thompson und Leibenath bejubeln den Sieg. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Sebastian Schmid 12.10.2018

Nach dem dramatischen 103:92-Sieg im Eurocup gegen Galatasaray Istanbul bleibt den Ulmern nicht viel Zeit, das Spiel inklusive zweimaliger Verlängerung aus den Muskeln zu bekommen. Morgen geht es in der Bundesliga in Oldenburg (20.30 Uhr/Telekom Sport) weiter. „Ich werde die Jungs in die Pflicht nehmen, die gegen Istanbul weniger gespielt haben“, kündigte Trainer Thorsten Leibenath an.

Dazu gehört Patrick Miller, mit dem am Mittwochabend die Emotionen durchgegangen sind und der unmittelbar nach seiner vierten Foul ein taktisches kassierte. Damit war für ihn zu Beginn des dritten Viertels Feierabend, insgesamt stand der Aufbauspieler nur 13:11 Minuten auf dem Feld. Dass Per Günther (15:20) und David Krämer (3:43) ebenfalls nicht allzu lang im Einsatz waren, lag an der Gala-Form von Ismet Akpinar (26 Punkte). Der wird die 34:30 Minuten Spielzeit morgen noch spüren. Neben ihm sammelten auch Katin Reinhardt (34:54), Dwayne Evans (29:36), Javonte Green (35:54), Ryan Thomspon (30:04) und Isaac Fotu (29:17) ordentlich Minuten.

Trotzdem hatten die Hausherren am Ende mehr Kraft als die Türken, bei denen Tai Webster (43:49 Minuten/17 Punkte) und Nigel Hayes (45:20 Minuten/26) an ihre Grenzen gehen mussten. „Die mangelnde Erfahrung und unsere Müdigkeit haben zu der Niederlage geführt“, sagte Trainer Ertugrul Erdogan und lobte den Sieger: „Ulm ist eine sehr gute Mannschaft, die sehr gut gecoacht und vorbereitet ist. Der Trainer bekommt von jedem einzelnen Spieler etwas.“

Deshalb hob Leibenath zwar Akpinar hervor, erwähnte aber auch weitere Spieler wie Thompson (neun Rebounds) und Reinhardt (fünf Assists) und kam letztlich zu dem Schluss: „Das war ein Teamerfolg.“ Als es in der zweiten Verlängerung darauf ankam, machte sich die tiefer besetzte Bank der Ulmer bezahlt. „Wir hatten mehr Körner im Tank“, sagte der Coach.

Auch wenn der Körper ein paar Tage schmerzen wird, war der Erfolg für den Kopf eminent wichtig. Dass der Krimi nach einem 14-Punkte-Rückstand vor dem letzten Viertel gewonnen wurde, macht ihn noch wertvoller. „Nach so einer Achterbahnfahrt wird ein Sieg als mehr wert wahrgenommen“, weiß Leibenath. In Oldenburg zeigt sich, ob die Euphorie die Müdigkeit übertrumpfen kann.

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