Basketball Ulmer Basketballer in stimmungsvoller Eurocup-Gruppe

Ismet Akpinar hat zuletzt mit der deutschen Nationalmannschaft tolle Erfolge in der WM-Qualifikation gefeiert. Ab Oktober ist der Aufbauspieler dann mit Ratiopharm Ulm im internationalen Wettbewerb gefordert.
Ismet Akpinar hat zuletzt mit der deutschen Nationalmannschaft tolle Erfolge in der WM-Qualifikation gefeiert. Ab Oktober ist der Aufbauspieler dann mit Ratiopharm Ulm im internationalen Wettbewerb gefordert. © Foto: Rudi Apprich
Ulm / Sebastian Schmid 06.07.2018

Thomas Stoll sollte künftig darauf achten, was er sich wünscht – es könnte wahr werden. Letzte Woche hatte der Geschäftsführer von Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm zwei „Wunschgruppen“ für den Eurocup genannt. Zu einer davon twitterte er: „Stimmungstechnisch der Hammer: Roter Stern Belgrad, Gala, Trento, Andorra und Monaco. Dazu tolle Reisen.“

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt letztlich nur der Gardasee. Statt Trient wurde Ulm Brescia zugelost, ansonsten bekam Stoll das, was er wollte: Schöne Städte und ganz viel Stimmung! Kein Wunder, dass er sich bei Twitter begeistert zeigte und den Auftakt am 3. Oktober kaum erwarten kann. „Geht es noch besser? Warum dauert es noch so lange, bis es los geht.“

Zunächst heißt es für Stoll und Trainer Thorsten Leibenath aber, eine schlagkräfige Truppe auf die Beine zu stellen. Dafür reist der Geschäftsführer heute nach Las Vegas zur Summerleague, Leibenath folgt ihm am Dienstag. „Wir sind, was den Kader betrifft, auf einem guten Weg, benötigen aber im Aufbau noch Verstärkung“, erklärte Leibenath, der noch ein bis zwei Akteure sucht: „Möglicherweise holen wir auch noch einen variablen, großen Spieler.“

Mit dem serbischen Vertreter Roter Stern Belgrad, wo Ulm startet, und dem türkische Klub Galatasaray Istanbul, der zum ersten Heimspiel in die Arena kommt, warten im Eurocup zwei Kontrahenten, die für ihre heißblütigen Fans bekannt sind. Und wer würde nicht gerne im mondänen Monaco, am idyllischen Gardasee und im Zwergstaat Andorra ein paar Nächte verbringen? Arbeiten, wo die anderen Urlaub machen – so könnte das Motto im Eurocup lauten.

Wären da nicht die Begleitumstände. Die sechs letzten Spiele wurden verloren, mit acht Niederlagen aus zehn Partien schied Ulm in der vergangenen Saison sang- und klanglos aus. Als Bundesliga-Zehnter hat das Ratiopharm-Team zudem die sportliche Qualifikation verpasst und darf nur dank Wildcard starten. Deshalb stellt Leibenath klar, dass die nächste Runde das Ziel ist. Damit wären das Vertrauen und die Wildcard gerechtfertigt.

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