Basketball Ulmer Basketballer droht im Eurocup das Aus

Per Günther (Mitte) war im Hinspiel von den Spaniern nur schwer zu stoppen und erzielte 21 Punkte. Morgen dürfte es für den UImer Kapitän nicht einfach werden, diese Leistung zu wiederholen. Denn das Gran Canaria die Gäste erneut unterschätzt, ist unwahrscheinlich.
Per Günther (Mitte) war im Hinspiel von den Spaniern nur schwer zu stoppen und erzielte 21 Punkte. Morgen dürfte es für den UImer Kapitän nicht einfach werden, diese Leistung zu wiederholen. Denn das Gran Canaria die Gäste erneut unterschätzt, ist unwahrscheinlich. © Foto: Rudi Apprich
Ulm / Von Sebastian Schmid 12.12.2017
Hundertprozentig ist das Aus im Eurocup zwar selbst bei einer Niederlage noch nicht. Aber sollten die Ulmer Basketballer auf Gran Canaria verlieren, dann braucht es schon ein Wunder, um die nächste Runde noch zu erreichen.

Die Gruppe D ist eine der spannendsten in der bisherigen Eurocup-Geschichte. Anders als in den restliche Gruppen ist nach sieben Spielen noch immer kein Team für die nächste Runde qualifiziert. Sollte Trento heute Abend in Bursa gewinnen, dann wäre sogar zwei Spieltage vor dem Ende der ersten Gruppenphase noch immer keine Mannschaft sicher in der Runde der besten 16 Teams.

Wie eng es zugeht, zeigt auch der Umstand, dass im Duell zwischen dem Ersten und dem Letzten für keines der beiden Teams eine Entscheidung fallen kann. Allerdings bestehen dann je nach Ausgang nur noch rein rechnerische Zweifel. Bei einer Niederlage der Ulmer am Mittwoch (21.30 Uhr) auf Gran Canaria kann sich das Team darauf einstellen, zum ersten Mal unter Trainer Thorsten Leibenath in der ersten Eurocup-Runde auszuscheiden.

Für die Spanier wäre ein Sieg zwar noch nicht das Ticket für die nächste Runde, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es im Januar international für das Team von Trainer Luis Casimiro weitergeht, wäre sehr groß.

Das Hinspiel haben die Ulmer jedoch mit 97:87 gewonnen. Vor allem dank eines überragenden Per Günthers, der im Schlussviertel die Spanier von der Dreierlinie abschoss und 21 Punkte erzielte. Allerdings räumt Leibenath ein, dass die Tabelle eher das Kräfteverhältnis zwischen den beiden Klubs widerspiegelt als der Heimsieg seines Teams: „Es war ein Spiel, in dem wir überrascht und sie auf dem falschen Fuß erwischt haben.“ Dass das so noch einmal passiert, glaubt der 42-Jährige nicht: „Sie werden uns nicht unterschätzen.“ Zumal Gran Canaria noch nicht durch ist. „Die werden die Aufgabe sehr ernst nehmen“, ist Leibenath sicher.

Außerdem stimmen die bisherigen Ergebnisse nicht unbedingt positiv. In Lyon bei Asvel Villeurbanne gab es einen 77:108-Klatsche und auch in Trento (66:77) und Bursa (84:100) verloren die Ulmer. Leibenaths Feststellung, dass „wir auswärts nicht so stark sind“, kommt also nicht sehr überraschend. Doch trotz der ungünstigen Tabellenkonstellation, glaubt der Coach an sein Team: „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir Spieler haben, die das Spiel schon abgeschrieben haben.“

Wer letzten Endes dabei helfen kann, den dritten Sieg dieser Eurocup-Saison einzufahren, wusste Leibenath gestern Vormittag noch nicht. Neben Luke Harangody (Fußverletzung) und dem Langzeitverletzten Tim Ohlbrecht droht nun auch noch Jerrelle Benimon auszufallen. Der war im Spiel in Gießen (84:70) ausgerutscht und hatte anschließend über Schmerzen geklagt.

Tabelle der Gruppe D vor dem achten Spieltag

1. Herbalife Gran Canaria     4 3 37
2. Asvel Villeurbanne             4 3 29
3. Tofas Bursa                          4 3 -9
4. Zenit St Petersburg          4 3 -15
5. Dolomiti Energia Trento   3 4 8
6. Ratiopharm Ulm                2 5 -50

Platz, Klub, Siege, Niederlage, Punktverhältnis.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel