Die gute Nachricht vorab: Ulm hat gegen Alba Berlin keine 100 Punkte kassiert. Der Vizemeister präsentierte sich im bisherigen Saisonverlauf in bestechender Frühform und konnte in vier seiner sechs Spiele (Bundesliga, Pokal und Eurocup) bereits die 100-Punkte-Marke knacken.

Nun die schlechte Nachricht: Für das Ratiopharm-Team reichte es trotzdem nicht zum Sieg. Mit 74:92 verloren die Hausherren in der ausverkauften Ratiopharm-Arena und kassierten damit die dritte Niederlage im dritten Bundesliga-Spiel.

„Das war gar nicht so eine schlechte Performance“, sagte Trainer Thorsten Leibenath, räumte aber ein, dass der Blick auf das Ergebnis einen anderen Schluss zulässt: „Auch, wenn die 18 Punkte Differenz das nicht so ausdrücken.“

Ulm macht sich das Leben schwer

Mit 16 Ballverlusten machten sich die Ulmer allerdings das Leben selber schwer, denn kein Team der Bundesliga bestraft Fehler so konsequent wie Alba.

Leibenath musste erneut auf den am Auge verletzten Javonte Green verzichten und baute seine Startformation auf zwei Positionen um. Für Green durfte Ryan Thompson von Beginn an ran. Außerdem startete Ismet Akpinar gegen seinen Ex-Klub anstelle von Katin Reinhardt.

Nach einer ausgeglichen Anfangsphase (18:17 für Alba) konnten die Gäste bis zum Viertelende erstmals davonziehen (24:17). Dank David Krämer kämpften sich die Ulmer aber im zweiten Durchgang wieder heran (30:31), um die Berliner jedoch erneut davonziehen zu lassen. Mit einem Sieben-Punkte-Rückstand gingen die Ratiopharm-Akteure in die zweite Hälfte (37:44).

Es folgte die stärkste Phase der souverän auftretenden Hauptstädter, die den Spielstand bis auf 62:46 drückten. Mit dieser 14 Punkte-Differenz ging es auch ins letzte Viertel (52:68), in dem sich Ulm zwar noch einmal aufbäumte, sich aber zu viele Fehler leistete, um Berlin gefährlich zu werden. Letztlich feierten die Albatrosse einen ungefährdeten und verdienten Auswärtssieg.

Topscorer Miller mit zu vielen Ballverlusten

Mit 13 Zählern war Patrick Miller zwar Topscorer der Partie für Ulm, allerdings unterliefen ihm auch sechs Ballverluste, was gegen Alba fatal ist.

Kommende Woche steht erneut ein Heimspiel an: Dann kommen die Gießen 46ers mit John Bryant in die Ratiopharm-Arena. Davor geht es am Mittwoch im Eurocup nach Andorra.

Punkte Ulm

Miller 13, Thompson 12, Fotu 9, Evans 9, Krämer 7, Akpinar 7, Ugrai 6, Reinhardt 6, Günther 5

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