Basketball Ulmer Basketball-Quartett im Rampenlicht

Ulm / Sebastian Schmid 05.12.2018

Die Ulmer Basketballer haben die Ludwigsburger Arena gestürmt. Was sportlich zuletzt eher selten geklappt hat, gelang am Montagabend im Rahmen des WM-Qualifikationsspiels zwischen Deutschland und Estland. Wer sich den 87:70-Erfolg der Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) bei Telekom Sport angeschaut hat, konnte den Eindruck gewinnen, dass er bei Ratiopharm-Ulm-TV gelandet ist.

Nicht nur, weil Kapitän Per Günther als Experte und Co-Kommentator eine gelungene Bewerbung für die Zeit Zeit nach seiner aktiven Karriere ablieferte. Der 30-Jährige ist bekannt dafür, sich vor Kameras gekonnt auszudrücken. Trotzdem gab er nach der Übertragung zu: „Ich bin etwas schockiert, wie schwierig das war.“ Eine Wiederholung ist aber fest eingeplant: „Ich werde mich nochmal daran versuchen.“ Wobei bereits die Premiere vielversprechend war. Der Ulmer Aufbauspieler drängte sich nicht in den Vordergrund, konnte aber immer wieder mit Fachwissen interessante Einblicke geben.

Der übertragende Sender dachte sich dann wohl, wenn er schon einen Ulmer im Programm hat, kann er ruhig alle anderen Ratiopharm-Akteure in der Arena auch zu Wort kommen lassen. Am Ende lobte jeder jeden. Nationalspieler Ismet Akpinar war sich schon vor dem Sprungball sicher, dass Günther seine Sache als Co-Kommentator gut machen wird. Der wiederum lobte seinen Teamkollegen für dessen Rolle in der Nationalmannschaft, auch wenn Akpinar dieses Mal mit sechs Punkten und sechs Ballverlusten eine durchwachsene Partie ablieferte.

In der Halbzeitpause dürfte dann auch noch der Ulmer Center Bogdan Radosavljevic ein wenig was erzählen – immerhin ein Ex-Ludwigsburger.

Den Ulmer Abend in der Arena der Riesen krönte aber David Krämer mit seinem Debüt für die A-Nationalmannschaft. Der 21 Jahre alte Aufbauspieler kam bereits im ersten Viertel aufs Feld, durfte gegen den Außenseiter Estland insgesamt 15 Minuten ran und erzielte sieben Punkte. Eine Premiere, die sich sehen lassen kann.

„Dass David sein Länderspieldebüt gibt, da klopfe ich mir tatsächlich ein wenig auf die Schulter“, sagte Günther stolz vor der Partie. Schließlich hat er den jungen Krämer nach dessen Wechsel an die Donau unter seine Fittiche genommen. Der Debütant durfte dann als Vierter Ulmer an diesem Abend ebenfalls noch vor die Kamera treten und nutzte den Moment, um Günther zu loben. „Er ist wie ein großer Bruder für mich. Per ist mein Mentor, zu ihm schaue ich auf.“

Am Ende kam dann doch noch ein Nicht-Ulmer zu Wort: Bundestrainer Henrik Rödl.

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