Ulm Ulm trifft im Halbfinale auf München: Pokalheld ist zufrieden

Gary von Waaden (links) zieht die Pokallose. Jan Pommer, der Boss der Basketball-Bundesliga (BBL), passt auf, dass alles seine Richtigkeit hat.
Gary von Waaden (links) zieht die Pokallose. Jan Pommer, der Boss der Basketball-Bundesliga (BBL), passt auf, dass alles seine Richtigkeit hat. © Foto: Oliver Schulz
Ulm / SEB 27.02.2014
Ratiopharm Ulm bekommt es im Pokal-Halbfinale am 29. März in eigener Arena mit Bayern München zu tun. Berlin trifft auf Meister Bamberg.

Als der Name Bayern München auf dem ersten Los erschien, das Gary von Waaden gezogen hatte, gab es ein lautes Pfeifkonzert in der Arena. Als auf dem zweiten Los Ratiopharm Ulm stand, verstummte das Pfeifen, ein Raunen ging durch die Arena, das in ein kollektives Aufstöhnen mündete. Offensichtlich wäre ein Großteil der Ulmer Basketball-Fans dem Tabellenführer im Pokal-Halbfinale am 29. März lieber aus dem Weg gegangen.

Doch von Waaden, in Ulm Pokalheld auf Lebzeiten, war mit seiner Ziehung zufrieden. Damit ist das Endspiel Ulm gegen Bamberg möglich, das sich der 52-Jährige wünscht. Der Meister trifft im anderen Halbfinale auf Titelverteidiger Berlin. Wann welches Semifinale beginnt, legt der Sender Sport 1 demnächst fest. Wahrscheinlich ist, dass die Partie München gegen Ulm um 20 Uhr beginnt.

"Schön." Mehr wollte Ulms Trainer Thorsten Leibenath nicht zur Auslosung sagen. Da war von Waaden schon gesprächiger. Der Center, der 1996 mit seinem Treffer den SSV Ulm 1846 zum Pokalsieg warf, konnte dem Duell des Gastgebers gegen den Liga-Primus durchaus Positives abgewinnen. "München spielt zwei Tage vorher in der Euroleague in Moskau." Deshalb werden die Bayern nach dem Russland-Trip direkt nach Ulm anreisen.

"Glücksfee" von Waaden hatte gestern keine einfache Aufgabe. Das war dem dreifachen Familienvater, der inzwischen in Rattelsdorf bei Bamberg wohnt, klar. "Ich habe schon gesagt, dass ich eh nichts richtig machen kann." Alle drei Kontrahenten, die Ulm hätte erwischen können, sind echte Brocken.

Außer für die Bayern hat von Waaden für alle Top-Four-Teilnehmer gespielt. Wem drückt er da nun am 29./30. März die Daumen? "Ich bin inzwischen ein Fan von meinem Sohn Dominick. Der spielt in der U-16-Nationalmannschaft", drückt sich der dreifache Familienvater geschickt um eine verbindliche Antwort. Ende März will er auf jeden Fall nach Neu-Ulm kommen. "Meine Frau hat gesagt, da müssen wir unbedingt hin. Ich glaube, sie hat schon ein Hotelzimmer reserviert." Wenn es nach von Waaden geht, stehen sich am Sonntag um 15 Uhr Bamberg und Ulm im Finale gegenüber. Dagegen dürften wenige Ulmer Fans etwas haben.

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