Ratiopharm Ulm gegen Trier: Clyburn zieht Blicke des Gegners auf sich

Macht gerne kurzen Prozess: Der Ulmer Will Clyburn tut sich mittlerweile aber schwerer als zu Beginn dieser Saison.
Macht gerne kurzen Prozess: Der Ulmer Will Clyburn tut sich mittlerweile aber schwerer als zu Beginn dieser Saison. © Foto: Eibner
THOMAS GOTTHARDT 28.11.2014
Am Samstag kommt TBB Trier in die Ratiopharm-Arena. Im vergangenen Jahr hat das Team von Coach Henrik Rödl in Neu-Ulm gewonnen.

Thorsten Leibenath, der Trainer des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm, ist kein großer Freund von statistischen Rückblicken. Was war, das war. Aktuell ist sowieso alles anders. So die Denke.

Jetzt hat der 39-Jährige eine kleine Ausnahme gemacht. Ende Oktober des vergangenen Jahres haben die Ratiopharm-Korbjäger das  Heimspiel gegen TBB Trier mit 79:84<span style="display: none;"> </span> verloren. "Die (die Trierer/d. Red.) waren heiß darauf zu spielen, das habe ich in 20 Minuten bei meiner Mannschaft nicht gesehen, das ist ein nicht akzeptabler Zustand", wetterte der Coach damals.

Am Samstag spielen die Ulmer wieder zu Hause gegen Trier (18.30 Uhr). Erneut sind die Rollen klar verteilt. Der Gastgeber - wie vor rund einem Jahr - als Favorit (mit bisher sechs Saisonsiegen), der Traditionsverein aus Rheinland-Pfalz als Außenseiter (drei Erfolge). "Das war eine enttäuschende Heimniederlage in der vergangenen Saison. Das Spiel hat auch wieder gezeigt, dass eben der Favorit nicht automatisch gewinnt. Das habe ich der Mannschaft nochmal gesagt", thematisierte Leibenath ganz ungewohnt die Vergangenheit.

Der Coach schaut auf eine "sehr intensive Trainingswoche" zurück. Nach einigen englischen Wochen haben die Ulmer grundsätzlich die Möglichkeit, wieder bestimmte Dinge einzustudieren und den Akku vollzuladen. In der kommenden Woche beginnt schließlich die Rückrunde in der Eurochallenge mit dem Heimspiel gegen Södertälje (Mittwoch, 19.30 Uhr). Boris Savovic jedoch sind die vergangenen Tage nicht gerade wie Erholung vorgekommen. "Die Spielpause war gut, wobei sie wenig mit Relaxen zu tun hatte - wir haben so hart trainiert, als kämen gerade die Playoffs auf uns zu", sagte der Serbe, der aber nicht klagte - natürlich nicht.

Die allergrößten Stärken des morgigen Gegners wollte/konnte Leibenath nicht ausmachen. Trier sei eine Mannschaft, "bei der es mir Spaß macht zuzuschauen", sagte der Coach. TBB-Trainer Henrik Rödl habe ein interessantes Team zusammengestellt, das vor allem auf den Flügelpositionen groß besetzt und deshalb gefährlich sei. "Können wir unsere Leistung abrufen, dann werden wir Trier schlagen, aber nur dann", machte der Trainer noch einmal deutlich.

Beide Coaches eint übrigens ein "Problem". In beiden Kadern stehen sieben Ausländer. Heißt: Einer muss vor jedem Spiel auf die Tribüne. Bei Trier wird das vermutlich, Rödl lässt sich in dieser Frage genauso wenig in die Karten schauen wie der Kollege Leibenath, Laurynas Samenas aus Litauen sein. Im Ulmer Kader fehlte aus Quoten-Gründen zuletzt beim Sieg in Bremerhaven Harris. Da alle Ulmer Korbjäger fit sind, wird Leibenath erneut die Qual der Wahl haben.

Dass Will Clyburn derjenige sein wird, der eine Pause machen darf, ist unwahrscheinlich, obwohl der Amerikaner - im Vergleich zu der Frühphase der Saison, in einer kleinen Schaffenskrise ist. Für Leibenath hat das jedoch nichts damit zu tun, dass Clyburn seine Leistung nicht abruft. "Die Gegner haben mittlerweile ein Auge auf Clyburn. Das war zu Saisonbeginn nicht so", nimmt der Coach den 24-Jährigen in Schutz.

Frische Tickets

Nachschub Am kommenden Montag ist es so weit. Um 12 Uhr kommen die restlichen Tickets für alle Heimspiele des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm auf den Markt. Unter der Internet-Adresse: www.ratiopharm-ulm.com können die Karten online gekauft werden.