Basketball Steeples: Ralph Junge coacht Nürnberg

Ehingen/Nürnberg / SWP 21.05.2014
Die Basketballer von Ehingen/Urspring haben mit Nürnberg eine gleichberechtigte Partnerschaft besiegelt. Steeples-Coach Ralph Junge trainiert künftig die Mittelfranken, Michael Spöcker die Ehinger.
Zwischen den Basketballvereinen aus Nürnberg, Ehingen und Urspring besteht hinter den Kulissen schon seit einigen Jahren eine enge Freundschaft. Diese mündet nun in eine Partnerschaft auf Augenhöhe, wie Steeples-Manager Rolf Koch mitteilt. Bindeglied zwischen den Programmen wird Ralph Junge (45) sein. „Die Entscheidung für eine Partnerschaft stellt eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten dar“, heißt es im Schreiben von Rolf Koch, „in erster Linie soll sie jedoch die Zukunftsfähigkeit der drei Vereine sichern helfen.“

Um eine konzeptionelle Entwicklung aus einem Guss gewährleisten zu können, übernimmt Ralph Junge für die drei Standorte Ehingen, Nürnberg und Urspringschule die Funktion des Sportdirektors. Junge hat das Konzept entwickelt. „Es liegt schon ein paar Jahre in der Schublade“, sagt Rolf Koch. Nürnbergs Geschäftsführer Alexander Lolis sagte: „Das Konzept, das uns Ralph Junge vorgelegt hat, hat uns einfach überzeugt. Ralph ist ein Kenner des deutschen Basketballs, hat ein riesiges Netzwerk und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Er will hier etwas Nachhaltiges aufbauen.“ Ralph Junge soll den Basketball-Standort Nürnberg dauerhaft konkurrenzfähiger machen und schrittweise an die 1. Bundesliga heranführen. Junge wird künftig also an der Seitenlinie der Mittelfranken zu sehen sein. Junge löst in Nürnberg Benjamin Travnizek ab.

Auch Urspring-Coach Michael Spöcker macht den nächsten Karriere-Schritt. Mit Unterstützung von Ralph Junge und Domenik Reinboth wird Spöcker in der Saison 2014/15 erstmals als Headcoach für Erdgas Ehingen/Urspringschule die Verantwortung für Ehingen in der Pro A übernehmen.
Ein nicht wegzudenkendes Bindeglied zwischen Ehingen und der Urspringschule stellte in der Vergangenheit stets Nico Drmota dar. Der Team-Manager der Steeples wird seine über viele Jahre erworbene Kompetenz ab der kommenden Saison als operativer Leiter der Urspring Basketball Akademie einbringen. Drmota, der gestern seinen 35. Geburtstag feierte, übernimmt an der Klosterschule Ralph Junges Job. „Das ist nicht nur eine Chance, sondern auch eine neue Herausforderung für alle“, sagte Drmota der SÜDWEST PRESSE. Durch den personellen Schachzug wird sichergestellt, dass die Aufgaben professionell und ohne Reibungsverluste weitergeführt werden.

In der nächsten Saison 2014/15 wird das Team von der Donau bereits zum zwölften Mal mit seinem deutschlandweit einzigartigen Ausbildungsprogramm in der 2. Bundesliga Pro A an den Start gehen. Der enorm niedrige Etat lässt die Arbeit bei der Talent-Akquise jedoch immer zäher werden, da insbesondere Erstliga-Teams die größten deutschen Talente mit Image und sehr gut dotierten Verträgen locken können.
Vor diesem Hintergrund haben sich die Verantwortlichen des Vereins bereits seit langem Gedanken über notwendige strukturelle Veränderungen gemacht. Entstanden ist dabei ein Konzept, das eine gleichberechtigte Partnerschaft mit einem (künftigen) Erstligisten unter der sportlichen Führung von Ralph Junge zum Ziel hat. Konkret bedeutet dies ab der kommenden Spielzeit, dass das führende Nachwuchsprogramm Ehingen/Urspring als Talentplattform für Nürnberg dienen und der programmatische Ansatz der Talentförderung auf höchstem Niveau mit rent4office Nürnberg mittelfristig in die Beko BBL getragen werden soll. Zusätzlich sollen Synergie-Effekte, insbesondere bei der Talentsichtung und der Vermarktung, genutzt beziehungsweise erzeugt werden.

Urspring-Headcoach Spöcker sagt dazu: „Ehingen und die Urspringschule verstehen sich als Programme, die neben Spielern auch talentierte Nachwuchstrainer fördern und entwickeln.“ Spöcker, der als erster Nationalspieler Ursprings in die Annalen der Schule einging, hat sich in den vergangenen Jahren mit zwei Finalteilnahmen und einem deutschen Meistertitel in der U19-Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) sowie überaus imageträchtigen Turniersiegen im Mutterland des Basketballs einen guten Namen gemacht.
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