Basketball Steeples entscheiden sich für einen Verbleib in der ProA

Zur kommenden Saison wird die Halle des Johann-Vanotti-Gymnasiums die neue Heimspielstätte der Steeples werden. Bereits in zwei Monaten soll alles stehen.
Zur kommenden Saison wird die Halle des Johann-Vanotti-Gymnasiums die neue Heimspielstätte der Steeples werden. Bereits in zwei Monaten soll alles stehen. © Foto: Florian Ankner
Florian Ankner 11.05.2017

Werden die Steeples im kommenden Jahr weiterhin in der 2. Basketball-Bundesliga ProA spielen oder nicht? Das war die dominierende Frage des Team Ehingen Urspring in den vergangenen Tagen. Auch wenn die Mannschaft den Klassenerhalt in der zweiten Liga geschafft hatte, war ungewiss, ob sich der Verbleib auch finanziell umsetzen lässt. Denn nur, wenn der monetäre Rahmen gegeben sei, würden sich die Ehinger auch für die ProA entscheiden, wie Manager Nico Drmota sagte. Bis zum gestrigen Abend hatten die Steeples nun die Möglichkeit, ihre Lizenz abzugeben und sich für einen Abstieg in die drittklassige ProB zu entscheiden. Und wie bereits im vergangenen Jahr, wurde diese Entscheidung erst im letzten Moment getroffen. „Ja, wir bleiben in der ProA und werden auch in der nächsten Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse an den Start gehen“, sagte Trainer Domenik Reinboth. Jedoch sei die Entscheidung schon intern länger klar gewesen. „Die Liga an sich wird aber immer teurer“, sagt Reinboth und spricht damit die neuen Statuten der Liga an. „Es wird immer mehr, was wir erfüllen müssen, und da tun wir uns als kleiner Verein schwer“.

Dennoch, finanziell ist der Rahmen der Ehinger sehr eng. Noch vor einer Woche sprach Drmota davon, dass der Verein, um mittelfristig in der Liga bestehen zu können, einen Etat von 500 000 Euro brauchen würde. Eine Summe, die deutlich über den Ehinger Verhältnissen ist. Zur abgelaufenen Saison betrug der Etat der Mannschaft lediglich 400 000 Euro und das auch nur, weil eine Privatperson den Steeples einen mittleren, fünfstelligen Betrag als eine Art Darlehen zur Verfügung stellte. Zwar sei von diesem Geld nichts gebraucht worden, doch ob das Angebot auch für die neue Saison Bestand hat, ist ungewiss. Daher dürfte das Budget der Ehinger derzeit eher kleiner als im vergangenen Jahr sein und damit ein weites Stück davon entfernt, um mit den anderen Teams der Liga standhalten zu können. „Es muss sich beim Etat was ändern, aber da läuft es bei uns gerade auf Hochtouren, um unser Ziel auch zu erreichen.“ Dabei würde ihnen die neue Halle in die Karten spielen. „Mit ihr sind wir für die Zukunft gewappnet.“ Denn, so Reinboth, ist nicht nur das Konzept in Ehingen etwas „Einmaliges“, sondern auch, dass es Ehingen immer wieder schafft, als kleinster Standort der Liga gegen die großen Konkurrenten zu bestehen.

Nicht nur aus finanzieller Sicht dürfte auch die Entscheidung des Vereins sein, in der kommenden Saison wieder mehr auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, sondern auch um dem Ausbildungsgedanken nachzugehen. Es ist jedoch fraglich, ob die Jugendspieler Noah Kamdem (19 Jahre), Jason George (15 Jahre) und Moritz Noeres (16 Jahre) den Sprung in die Liga schaffen und gegen die etablierten Spieler standhalten können. Bislang sind die drei Nachwuchsspieler aber auch die einzigen Entscheidungen, die beim Team Ehingen Urspring in personeller Sicht getroffen wurden. „Wir sind im Moment noch in Gesprächen, aber Genaueres gibt es nicht“, sagte Trainer Reinboth. „Es ist aber erst Mai und wir haben noch drei Monate, um unseren Kader zusammenzubekommen“, daher gebe es keinen Grund zur Sorge.

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