Es wäre ein wenig eintönig geworden, hätte Krasnodar seine Eurocup-Partie in Berlin verloren. Dann wäre nämlich Alba in die Top-16-Gruppe gerutscht, in der mit Ratiopharm Ulm und Frankfurt ohnehin schon zwei Bundesligisten vertreten sind. So kommt jetzt zwar ein anstrengender Trip auf die Ulmer zu, dafür weht weiterhin ein Hauch Internationalität durch die Ratiopharm-Arena.

Das Duell mit Frankfurt birgt dabei durchaus seine Brisanz. Zunächst einmal haben die Hessen das Team von Thorsten Leibenath im Achtelfinale aus dem Pokal geworfen. Zum anderen sehen sich die Teams in nächster Zeit häufiger. Am 29. Dezember kommt Coach Gordon Herbert mit den Skyliners zum Bundesliga-Duell in die Arena. Eigentlich könnten die Frankfurter dann gleich Silvester in Neu-Ulm feiern, denn am 3. Januar sind sie abermals in der Ratiopharm-Arena zu Gast, dann zum Start der Top 16. Ende Januar gibt es dann beim Eurocup-Rückspiel das nächste Wiedersehen, bevor man sich eine Weile aus dem Weg geht. Das Bundesliga-Rückspiel ist für Ostermontag (22. April) terminiert.

Nachdem in der vergangenen Saison der Sprung in die zweite Runde erstmals unter Thorsten Leibenath verpasst wurde, war der Coach erleichtert, dass es dieses Mal wieder geklappt hat. „Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin, dass wir die Top 16 erreicht haben.“ Die anstehende Doppelbelastung und die Reisestrapazen nimmt er dafür gerne in Kauf. Zumal der Verein gezeigt hat, dass er die Wildcard, die er vom Eurocup erhalten hat, gerechtfertigt war.

Nun warten also sechs weitere Spiele gegen Krasnodar, Frankfurt und Villeurbanne, das französische Team, bei dem Ex-NBA-Star Tony Parker Präsident ist. „Für mich gehört Krasnodar zu den Mitfavoriten auf den Eurocup-Titel. Damit sind sie auch Favorit in unserer Gruppe“, schätzt Leibenath die Russen ein. „Villeurbanne ist sehr ambitioniert. Sie wissen, dass sie nächste Saison Euroleague spielen und werden sich entsprechend im Eurocup präsentieren wollen.“ Die Franzosen erhalten wie Bayern München eine A-Lizenz für die Basketball-Königsklasse. Hinter dem Duo folgen für Leibenath „eine Kategorie niedriger“ Frankfurt und Ulm.

Allerdings könnten die Ulmer so langsam in der Bundesliga in Terminnot kommen. Für das Hinspiel gegen Würzburg steht noch kein Spieltag fest, und nun kommt auch noch die Partie in Crailsheim hinzu, die eigentlich am 3. Januar hätte stattfinden sollen.

Die Spieltermine der Ulmer in den Top 16


3. Jan.(20.15 Uhr) Ulm - Frankfurt
9. Jan.(20.45 Uhr) Villeurbanne – Ulm
16. Jan.(20 Uhr) Ulm – Krasnodar
23. Jan.(18 Uhr) Krasnodar – Ulm
30. Jan.(20 Uhr) Frankfurt – Ulm
5. Feb.(19.30 Uhr) Ulm – Villeurbanne

Karten für die Heimspiele gibt es heute ab 12.12 Uhr unter shop.bbu01.com