Basketball Ratiopharm Ulm will gegen Trier die Auswärtsmisere beenden

Daniel Theis hat sich zuletzt gegen Quakenbrück nach seiner Verletzungspause eindrucksvoll zurückgemeldet. Morgen tritt er mit Ulm in Trier an. Foto: Oliver Schulz
Daniel Theis hat sich zuletzt gegen Quakenbrück nach seiner Verletzungspause eindrucksvoll zurückgemeldet. Morgen tritt er mit Ulm in Trier an. Foto: Oliver Schulz
Ulm/Trier / SEBASTIAN SCHMID 30.04.2014
Bevor mit den Playoffs für die Ulmer Bundesliga-Basketballer die Kür beginnt, steht am Donnerstag in Trier die letzte Pflichtaufgabe an. Das Ratiopharm-Team kann dabei zeigen, dass es auswärts noch gewinnen kann.

Die Vorfreude bei den Basketballern von Ratiopharm Ulm auf die bald beginnenden Bundesliga-Playoffs steigt so langsam. Obwohl es noch eineinhalb Wochen bis zum Start in die Meisterrunde sind, verspürt Thorsten Leibenath bereits ein erstes Kribbeln. Seinen Spielern geht es da nicht anders. Aber bevor es endlich los geht, müssen die Ulmer am Donnerstag im letzten Hauptrundenspiel bei TBB Trier (15 Uhr/live auf www.tbb-trier.de/livestream und Liveticker auf www.swp.de/liveticker) eine Pflichtaufgabe lösen.

Für die Gastgeber geht es um nichts anderes, als sich vernünftig von den eigenen Fans zu verabschieden. Da stellt sich die Frage, mit wie viel Gegenwehr die Ulmer rechnen müssen. Leibenaths Antwort beginnt mit einem Rückblick. Auch im Hinspiel hatte Ulm mit wenig Widerstand gerechnet. "Wir haben wohl gedacht, die kommen und schenken uns die zwei Punkte", erinnert sich der Coach. Doch Trier hat sein Team auf dem falschen Fuß erwischt. Das Resultat: Eine blamable Vorstellung und eine 79:84-Niederlage. Für den 38-Jährigen ist klar: "Trier wird alles tun, um das Spiel zu gewinnen."

Dasselbe Ziel hat das Ratiopharm-Team. Dabei geht es nicht um irgendwelche Rechenspiele, auf wen die Ulmer in der ersten Playoff-Runde treffen könnten. Bamberg oder Berlin, Leibenath ist das egal: "Gegen beide Teams haben wir eine Chance." Im Normalfall ist am Donnerstag klar, wer im Viertelfinale wartet. Gewinnt Ulm in Trier und Bamberg zuhause gegen Bonn oder die Berliner verlieren gegen Frankfurt, muss sich das Ratiopharm-Team mit den Hauptstädtern messen. Das ist der wahrscheinlichste Gegner.

Im Falle einer Niederlage in Trier und eines gleichzeitigen Sieges der Artland Dragons gegen den Mitteldeutschen BC würden Per Günther und Co. auf Rang sieben abrutschen und wohl auf Bamberg treffen.

Im kompliziertesten Fall erfährt Leibenath erst am Sonntagabend, mit wem es sein Team zu tun bekommt. Dann findet das Spiel Bayern München gegen Alba Berlin statt. Während alle anderen Partien am Donnerstag zeitgleich beginnen müssen, hat die Liga diese Partie auf den 4. Mai (17.20 Uhr) verlegt. So etwas war vor ein paar Wochen anscheinend noch undenkbar. Zumindest wollten die Ulmer die Nachholpartie gegen Bamberg vor dem Pokalwochenende auf nach der Hauptrunde verschoben haben. Die Liga lehnte das ab.

Um in den Playoffs weiterzukommen, muss Ulm auswärts gewinnen. In Trier kann das Team nun zeigen, dass es in der Fremde noch punkten kann. "Wir haben zuletzt drei Auswärtsspiele verloren, dabei sind wir eigentlich eine gute Auswärtsmannschaft", sagte Leibenath. Das gilt es zu beweisen. Gegen Trier werden Cameron Long und Till Jönke ausfallen, dafür könnte Dustin Ware spielen. Der Aufbauspieler, der in 21 Spielen in der Pro B für den Kooperationspartner Weißenhorn Youngstars in Schnitt 20,5 Punkte erzielte, hatte bereits gegen Quakenbrück einen Kurzeinsatz.

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