Ulm Ratiopharm Ulm will "Storch" den Abschied vermiesen

Ihre Wege kreuzen sich heute wieder: Hagens Basketball-Legende Bernd Kruel empfängt in seinem wohl letzten Heimspiel Will Clyburn (r.) und Ulm.
Ihre Wege kreuzen sich heute wieder: Hagens Basketball-Legende Bernd Kruel empfängt in seinem wohl letzten Heimspiel Will Clyburn (r.) und Ulm. © Foto: Eibner
Ulm / SEBASTIAN SCHMID 25.04.2014
Am Freitag in Hagen, am Sonntag daheim gegen die Artland Dragons: Die Ulmer Bundesliga-Basketballer haben an diesem Wochenende volles Programm. Um Rang fünf noch zu erreichen, sind zwei Siege fast Pflicht.

"Das wird ein interessantes Wochenende", kündigte Thorsten Leibenath an. Der Trainer von Ratiopharm Ulm und seine Bundesliga-Basketballer sind gleich zweimal im Einsatz. Am Freitag gilt es, bei Phoenix Hagen (19.30 Uhr/Live-Stream auf <u>www.swp.de</u>) zu bestehen, am Sonntag sind um 17 Uhr die Artland Dragons zu Gast. Im letzten Spiel der Hauptrunde müssen die Ulmer dann am Mittwoch bei TBB Trier ran.

Die Marschroute für die ausstehenden drei Partien ist nach der geglückten Qualifikation für die Playoffs klar. "Wir sind noch nicht fertig und wollen in der Tabelle noch nach oben klettern", sagte Edgar Sosa vor der Abfahrt nach Hagen. Rang fünf ist das erklärte Ziel und diese Platzierung könnte noch wichtig werden. Sollten sich in der ersten Playoff-Runde die vier top-platzierten Teams durchsetzen, würden die unterlegenen Mannschaften in der Abschlusstabelle in der Reihenfolge der Hauptrundentabelle gelistet werden. Der Fünfte der Hauptrunde wäre also auch der Fünfte der Abschlusstabelle - und als solcher sehr wahrscheinlich für den Eurocup qualifiziert.

Ein Gedankenspiel, das Leibenath aber momentan aus einem ganz einfachen Grund nicht interessiert: "Unser Ziel ist, die Viertelfinalserie zu gewinnen." In diesem Fall wären die Ulmer auf jeden Fall zumindest für den Eurocup qualifiziert.

Bis dahin ist es aber noch eine Weile hin. Zunächst gilt es, heute in Hagen zu siegen. Für Leibenath ist das erste der drei letzten Rundenspiele von enormer Bedeutung, wenn sein Team die drei Partien alle gewinnen will. Diese Serie "steht und fällt mit Hagen" (Leibenath).

Auf die Ulmer wartet dabei eine schwere Aufgabe. "Für mich ist Hagen eines der gefährlichsten Teams der Liga", warnt Sosa. Die Spieler von Trainer Ingo Freyer befinden sich permanent im Dauerfeuer-Modus und erfordern von der gegnerischen Defensive ein Höchstmaß an Konzentration. "Hagen spielt schnell und generiert auf diese Art viele Würfe", sagte Leibenath, der erneut auf Daniel Theis (Knieverletzung) verzichten muss. Dafür wird Cameron Long, der gegen Bayreuth aussetzen musste, wohl spielen.

Für die Gastgeber ist die Partie die letzte Chance auf die Playoffs. Zudem ist es wohl das letzte Heimspiel der Hagener Basketball-Legende Bernd Kruel. Nach 21 Jahren als Profi, 20 davon in der Bundesliga, hört der Center auf. "Er ist in Hagen der Held", sagt Per Günther, der von 2003 bis 2008 für Phoenix gespielt hat. In dieser Zeit war Kruel, der den Spitznamen "Storch" erhielt, für Frankfurt und Bonn im Einsatz. Die Wege von Günther und Kruel haben sich also nie gekreuzt.

Die von Adam Hess und dem 37-Jährigen hingegen schon. In der abgelaufenen Saison führten die Beiden Hagen in die Playoffs, wo gegen Bamberg Endstation war. "Ich bin glücklich, dass ich bei Storch Kruels letztem Heimspiel dabei bin", freut sich Hess auf die Partie.

Info
Wer am 1. Mai noch nach einer Möglichkeit für einen Ausflug sucht, kann mit dem Fanklub Fan Attack nach Trier fahren. Es gibt noch Tickets und Plätze im Bus. Anmeldung unter www.fanattackulm.de