Basketball Ohlbrecht fast wieder der Alte

In ihrer letzten Eurocup-Runde traten die Basketballer von Ratiopharm Ulm gegen Dolomiti Energia Trento an.
In ihrer letzten Eurocup-Runde traten die Basketballer von Ratiopharm Ulm gegen Dolomiti Energia Trento an. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Thomas Gotthardt 27.12.2017
Ratiopharm Ulm beendet die Eurocup-Saison mit einer 84:94 (46:46)-Niederlage gegen Dolomiti Energia Trento.

Das zehnte und letzte Eurocup-Spiel dieser Saison war ein Spiegelbild der neun Partien zuvor. Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm hat in der Offensive teilweise ansprechende Leistungen gezeigt. Aber in der Defensive blieb manches in zu vielen Phasen der Runde, und ganz besonders in der Ferne, mangelhaft. „International ist die Qualität in diesem Bereich höher“, stellte der Ulmer Coach Thorsten Leibenath nüchtern fest.

Ulm hat die Saison im zweitwichtigsten europäischen Klubwettbewerb  mit einer 84:94-Niederlage gegen Dolomiti Energia Trento und damit als Tabellenletzter mit zwei Siegen und acht Niederlagen beendet. Die Ratiopharm-Korbjäger konnten sich schon vor dieser Partie nicht mehr für die zweite Runde qualifizieren. Der italienische Vertreter stand bereits als Teilnehmer der Top-16-Runde fest.

Aus Sicht der Ulmer war das Comeback von Tim Ohlbrecht  von größtem Interesse. Der Center hatte sich am 26. Dezember 2016 beim Auswärtsspiel in München schwer am Knie verletzt.  Am Mittwoch nun die viel umjubelte Rückkehr. Um 19.41 Uhr, nach vier Minuten und 29 Sekunden Spielzeit, machte sich der 29-Jährige bereit und stürmte aufs Parkett.

Und die 4750 Zuschauer staunten nicht schlecht. Ein Jahr ohne Spielpraxis, die Vorbereitung auf die aktuelle Saison hatte Ohl­brecht teilweise mitgemacht, schienen nahezu spurlos an ihm vorbei gegangen zu sein. Der Rückkehrer war sofort in der Partie. Insgesamt kam er auf neun Punkte in 16 Minuten. In der zweiten Halbzeit sei er mental müde geworden, meinte der Center danach: „Es hat sich toll angefühlt, wieder auf dem Parkett zu stehen, aber ich habe sicher noch einiges an Luft nach oben.“ Leibenath war erstaunt ob des Auftrittes: „Tim hatte wenig Anpassungsprobleme. Ich hätte zu diesem Zeitpunkt nicht mit einer solchen Leistung gerechnet.“

Leibenath verzichtete gegen die Italiener auf Per Günther, der eine Pause bekam, und auf die leicht angeschlagenen Jerrelle Benimon und Luke Harangody. Beide sind auch für die Partie am kommenden Samstag (15 Uhr/Ratiopharm-Arena) gegen  den Tabellenführer FC Bayern fraglich. Die Münchner haben am Mittwoch im letzten Eurocup-Spiel  bei Grissin Bon Reggio Emilia mit 82:90 ihre erste Niederlage kassiert, waren aber schon vorher als Tabellenerster für die nächste Runde qualifiziert.

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