Per Günther musste mit Ratiopharm Ulm bei seinem Jubiläum eine bittere Niederlage einstecken. Im 400. Bundesligaspiel des 31 Jahre alten Teamkapitäns boten die Hausherren in der ausverkauften Ratiopharm-Arena in der ersten Halbzeit eine ganz starke Leistung, brachen dann aber in Hälfte zwei komplett ein und unterlagen den Niedersachsen verdient mit 69:82.

Die Ulmer starteten wie bereits in den zurückliegenden Spielen stark in die Partie und stellten die Oldenburger mit einer aggressiven Defense vor erhebliche Probleme. Es dauerte dreieinhalb Minuten, ehe MVP-Kandidat Will Cummings die ersten Punkte seines Teams erzielte. Ulm hatte bis dahin bereits acht Zähler gesammelt und dominierte auch in der Folge das Geschehen.

Per Günther kommt zu seinem 400. Spiel

Als Per Günther nach 7:39 Minuten zu seinem 400. Bundesliga-Einsatz für Ratiopharm Ulm kam, führten die Gastgeber mit 18:7. Kurz darauf durfte der 31-Jährige an die Freiwurflinie und sorgte mit seinen Punkten für das 24:14.

Allerdings versäumten es die Hausherren mit fünf vergebenen Freiwürfen im ersten Viertel, sich deutlicher abzusetzen. Doch da die Defensive weiterhin die starken Oldenburger um Cummings, Rickey Paulding und Rasid Mahalbasic im Griff hatte, rächte sich das nicht.

Ulm investierte mehr in das Spiel, ackerte und führt zur Halbzeit verdient mit zehn Punkten (39:29). Beleg dafür waren unter anderem die zehn Offensivrebounds, die sich die Ratiopharm-Akteure in der ersten Hälfte sicherten.

Schwächephase von Ratiopharm Ulm vor und nach der Pause

Die zweite Halbzeit war dazu das komplette Kontrastprogramm. Ulm startete schlecht, kassierte innerhalb von 70 Sekunden zehn Punkte zum 39:39 und geriet nach drei gespielten Minuten durch einen Dreier des Ex-Ulmers Philipp Schwethelm erstmals in Rückstand (41:42).

Alles was das Spiel der Hausherren in den ersten 20 Minuten ausgezeichnet hatte, war dahin. Von der großartigen Defensive keine Spur mehr und im Angriff lief so gut wie gar nichts mehr zusammen. Vor allem aus der Distanz hatten die Ulmer einen rabenschwarzen Abend erwischt. Nur 2 von 17 Dreiern fanden ihr Ziel.

So konnte Oldenburg im dritten Viertel aus einem Zehn-Punkte-Rückstand eine 60:50-Führung vor dem letzten Durchgang herausspielen. Den Rest spielte das Team um Will Cummings (25 Punkte), der in der zweiten Hälfte zeigte, warum er ein MVP-Kandidat ist, im Stile einer Spitzenmannschaft nach Hause. Am Ende wurde allzu deutlich, warum Oldenburg um Platz zwei und die Ulmer um die Playoff-Teilnahme kämpfen.