Ulm Ratiopharm Ulm: Erstes Viertel kostet den Sieg

Thomas Gotthardt 30.12.2017
Die Siegesserie der Ulmer Basketballer ist gerissen. Vor heimischem Publikum verlor Ratiopharm mit 75:89 gegen Bayern München.

6200 Zuschauer in der ausverkauften Ratiopharm-Arena waren von der ersten Sekunde an wach. Das konnte man von den Ulmer Bundesliga-Basketballern in der letzten Partie des Jahres 2017 gegen den FC Bayern München nicht behaupten. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath unterlag dem Favoriten 75:89 und beendet das Jahr, Stand Samstag, auf dem achten Tabellenplatz mit neun Siegen und sechs Niederlagen.

Damit riss auch die Ulmer Serie von zuvor acht Siegen in Folge. Die Münchner dagegen, die im Gegensatz zu Ulm den Sprung in die Top-16-Runde im Eurocup geschafft haben, durften sich über den zwölften Erfolg in Serie und die weiterhin ungefährdete Tabellenführung freuen.

Milan Macvan, gerade rechtzeitig von einer Magen-Darm-Infektion genesen, erzielte für die Gäste die ersten beiden Punkte. Die Bayern zeigten sich zu Beginn höchst konzentriert. Mit schnellem Passspiel umspielten sie immer wieder die Ulmer Defensive, die durch anfänglich konsequentes Doppeln genau das verhindern wollte. Die Bayern waren schneller auf den Beinen, antizipierten hervorragend und packten auch in der Defensive rigoros zu.

Die Ulmer wurden förmlich überrollt. Vieles erinnerte an den Saisonstart, als die Ratiopharm-Korbjäger ähnlich unorganisiert auftraten. Schnell hatten sich die Gastgeber vier Ballverluste geleistet, auch durch Pässe ins Nichts. Die Bayern dominierte die Bretter und den Gegner und ging nach einem fast perfekten Startviertel mit 29:10 in die Pause.

Kurios: Die restlichen drei Viertel gewannen die Ulmer mit 21:19, 24:22 und 20:19. Was vor allem zeigt, dass sich Günther & Co. nicht aufgaben und alles versuchten, die Wende herbeizuführen. Vor allem Trey Lewis, mit 22 Punkten bester Ulmer Werfer, und David Krämer gingen voran, allerdings hatten die Münchner immer wieder eine Antwort parat.

Krämer markierte im dritten Viertel acht Punkte und verkürzte den Rückstand vor Beginn des Schlussviertels auf 55:70. Es keimte tatsächlich noch etwas Hoffnung auf.

Und der Start in das letzte Viertel war vielversprechend. Jerrelle Benimon übernahm nun das Ruder und sorgte mit dafür, dass nach wenigen Minuten der Rückstand nur noch elf Punkte betrug. Aber die Bayern ließen sich einfach nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.