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Ratiopharm Ulm
Bamberg / Finck Die Statistik ließ eigentlich nichts anderes erwarten: Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm hat bei Brose Bamberg klar verloren.

Im Kampf um die Playoffs-Plätze musste Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm erneut einen Rückschlag einstecken. Bei Brose Bamberg unterlag die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath mit 94:103 (48:53).

Verändert zum Bonn-Spiel vergangene Woche (76:78), starteten die Ulmer konzentriert und voller Elan in die Partie vor 6007 Zuschauern in der Brose-Arena. Ulms Shooting Guard Javonte Green eröffnete die Partie mit einem Steal gegen Bambergs Nikos Zisis und Dunking. Dieses Bild änderte sich auf Ulmer Seite zunächst nicht. Das Ratiopharm-Team spielte enge Mannverteidigung. Sowohl Green als auch Aufbauspieler Patrick Miller warfen sich vermehrt in die Passwege der Bamberger, klauten das Spielgerät und punkteten. Dank erfolgreicher Zählerausbeute in direkter Korbnähe zogen die Schwaben auf zwölf Punkte davon (24:12).

Doch Bamberg konterte mit erfolgreichen Dreiern. Dank eines 14:4-Laufs unmittelbar vor Viertelende verkürzten die Hausherren auf zwei Zähler (26:28). Daran knüpfte die Mannschaft von Federico Perego im zweiten Durchgang an. Angeführt von Bryce Taylor, der 13 seiner 15 Punkte vor der Halbzeit erzielte, spielten sich die Oberfranken eine Fünf-Punkte-Führung heraus.

Obwohl die Einstellung in der Ulmer Defensive stimmte und bis zur Pause acht Steals gesammelt wurden, trafen die Gäste in der Offensive nicht mehr ihre Würfe – Bamberger schon. Katin Reinhards Rückkehr, der zum ersten Mal seit Mitte Januar dabei war, geriet in den Hintergrund. Denn der 24-Jährige konnte mit zwei Zählern für die Ulmer wenig beisteuern.

„Wir waren viel zu passiv“

Nach der Halbzeitpause zündete der amtierende Pokalsieger ein regelrechtes Feuerwerk von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Sechs weitere Dreier fielen bis zum Spielende für Bamberg – Elias Harris erzielte dabei seinen ersten Drei-Punkte-Wurf der Saison. Zusätzlich bereiteten der Ex-Ulmer Augustine Rubit, Harris und Cliff Alexander den Ratiopharm-Korbjägern zunehmend Probleme. Die drei Bamberger punkteten erfolgreich aus dem Zwei-Punkte-Bereich. „Wir waren viel zu passiv“, so ein verärgerter Leibenath zur Leistung seines Teams im dritten Viertel: „Wir sind viel zu viel dem Ball hinterher gelaufen.“

Mental angeschlagen ging Ulm mit einem 17-Punkte-Rückstand in den Schlussabschnitt. Da der Dreier nur bei Bamberg sein Ziel fand – bei Ulm nur zwei aus 13 Versuchen – griffen die Gäste über die Zone an. Im Zwei-Punkte-Bereich waren nämlich die Ulmer treffsicherer als aus der Distanz. Miller und Dwayne Evans, die beide 20 Punkte beisteuerten, verringerten dank erfolgreicher Nahdistanzwürfe die Bamberger Führung. Und Ulms Gavin Schilling erzielte im letzten Viertel alle seiner acht Zähler.

Dennoch half das Aufbäumen der Mannschaft von Trainer Leibenath nichts gegen die drohende Niederlage beim Ex-Serienmeister. Die 94:103-Pleite lässt Ratiopharm Ulm auf den zehnten Tabellenrang abrutschen. Erstmals seit sechs Wochen stehen die Schwaben nicht mehr auf einem Playoff-Platz.

Die Bundesliga-Korbjäger Ratiopharm Ulm gastieren am Sonntag bei den formstarken Bambergern. Ein Erfolg beim amtierenden Pokalsieger würde helfen, weiter auf Playoff-Kurs zu bleiben.