Basketball Rückschlag für Ulmer Basketballer im Kampf um die Playoffs

Die Ulmer schafften die Aufholjagd nicht mehr.
Die Ulmer schafften die Aufholjagd nicht mehr. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Sebastian Schmid 10.02.2018
Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm hat aufgrund einer in der ersten Halbzeit katastrophalen Abwehrleistung mit 90:95 gegen die Gießen 46ers verloren. Ein Ex-Ulmer spielte dabei bei den Gästen groß auf.

Ratiopharm Ulm hat im Kampf um die Playoff-Plätze in der Basketball-Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen müssen und hat es bei der 90:95-Niederlage gegen die Gießen 46ers verpasst, einen direkten Konkurrenten um die Meisterschaftsrunde zu distanzieren. Bevor es am kommenden Wochenende im Pokal-Halbfinale in eigener Halle zum Kracher gegen Bayern München kommt, steht am Mittwoch noch das Heimspiel gegen die Frankfurt Skyliners (19 Uhr) an.

Sollten die Ulmer in den anstehenden Partien eine ähnlich schlechte Abwehrleistung präsentieren, wird in der Englischen Woche nicht zu holen sein. 55 Punkte gelangen die 46ers in der ersten Halbzeit, 29 davon gleich in den ersten zehn Minuten. Die Frage nach dem Grund für die Niederlage erübrigt sich angesichts 95 kassierten Punkten in einem Heimspiel.

In der zweiten Halbzeit kamen die Hausherren zwar mehrmals näher heran, in Führung gehen konnten sie aber nicht. Der Umstand, dass seine Mannschaft nach der Halbzeit deutlich aggressiver und engagierter zu Werke ging, als in den ersten 20 Minuten, ärgerte Trainer Thorsten Leibenath mehr als dass es im Mut für die anstehenden Aufgaben machte: „Wenn es in der zweiten Halbzeit geht, gibt es keinen Grund, warum es in der ersten Halbzeit nicht geht.“

Dass die Mannschaft von Coach Ingo Freyer den Sieg aus der mit 6200 Zuschauern ausverkauften Ratiopharm-Arena entführte, lag zu einem großen Teil an einem Akteur, der an selber Stelle zwei Jahre lang die Fans begeistert hat: John Bryant. Der Ex-Ulmer war mit 33 Punkten und 13 Punkten der überragende Akteur der Partie und zu keinem Zeitpunkt in den Griff zu bekommen.

Deshalb keimte auch noch einmal Hoffnung bei den Ulmer Fans auf, als der 30-Jährige drei Minuten vor dem Ende sein fünftes Foul kassierte und die Partie damit für ihn beendet war. 84:88 lagen die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt zurück und ohne ihren besten Spieler schienen die 46ers verwundbar. Doch einfache Fehler und ein wenig Wurfpech spielten den Hessen in die Karten.

Die hatten sich den Sieg durch den couragierten und starken Auftritt in den ersten zwei Vierteln redlich verdient und sich nie nervös machen lassen. „Immer wenn Ulm rangekommen ist, haben wir die wichtigen Dinger gemacht“, sagte Gäste-Trainer Ingo Freyer: „Es freut mich, dass wir uns und der Liga gezeigt haben, dass mit uns zu rechnen ist.“

Das Ratiopharm-Team muss bis Mittwoch schauen, dass es zum einen an der Einstellung arbeitet und die Blessuren der harten Gießen-Partie möglichst schnell auskuriert. Zum anderen muss Leibenath hoffen, dass sich sein Lazarett weiter lichtet. Gestern musste er auf Per Günther, Luke Harangody, Jerrelle Benimon und Joschka Ferner verzichten. Zudem hatte Isaac Fotu, mit 24 Punkten bester Ulmer Scorer, im letzten Viertel mit Wadenproblemen zu kämpfen und konnte keinen weiteren Zähler erzielen.

Punkte für Ulm

Fotu 24, Butler 22, Lewis, Thompson je 14, Akpinar 11, Krämer 3, Pongo 2.

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