Ratiopharm Ulm bot gegen Würzburg erneut eine dürftige Leistung und kassierte beim 73:82 die fünfte Niederlage im sechsten Bundesligaspiel. Damit steckt das Team von Trainer Jaka Lakovic tief im Tabellenkeller fest.

Die Hausherren musste ohne Tyler Harvey (Ellbogenverletzung) und Zoran Dragic (Oberschenkelverletzung) antreten, konnten dafür aber wieder auf die Dienste von Isaiah Briscoe setzen, der nach dem plötzlichen Tod seines Vaters aus den USA zurückgekehrt war.

Ratiopharm Ulm rennt Rückstand hinterher

Nach zuletzt zwei über weiter Strecken überzeugenden Auftritten in Berlin und Bologna war die Hoffnung auf einen Sieg groß gewesen. Doch schnell zeigte sich, dass ein hartes Stück Arbeit auf das Team wartet. Während Würzburg aggressiv verteidigte, nahmen es die Ulmer in der Defensive nicht ganz so ernst und rannten im ersten Viertel zumeist einen Rückstand hinterher.

Erneut ein Manko waren dabei die vielen Ballverluste, die sich die Ratiopharm-Akteure in den ersten zehn Minuten leisteten (6). Die konnten sie immerhin dank sieben Offensivrebounds ausgleichen, so dass sie nach dem ersten Durchgang lediglich mit 17:21 zurück lagen.

Im zweiten Viertel passten die Lakovic-Schützlinge dann besser auf den Ball auf und verteidigen mit mehr Intensität. Dass Ulm zur Halbzeit (38:39) nicht führte, lag unter anderem an der Freiwurfschwäche. Gleich acht Punkte ließen die Hausherren liegen und trafen nur 14 ihrer 22 Versuche.

Im dritten Viertel bestätigte dann Killian Hayes seine zuletzt gezeigte ansteigende Form. Der 18-Jährige glänzte als Assistgeber und Scorer. Dank ihm führte Ulm nach fünf Minuten im dritten Viertel mit 53:49. Dann allerdings übernahmen wieder die Gäste die Initiative und gingen mit einem Plus von vier Zählern (62:58) ins vierte Viertel.

Leistung der Ulmer reicht nicht aus, um in Bundesliga zu gewinnen

Dort änderte sich wenig am bislang gezeigten Bild. Die Ulmer waren zwar bemüht, aber das reicht halt nicht aus, um in der Bundesliga zu gewinnen. Würzburg zeigte sich in den entscheidenden Momentan abgezockter, während die Hausherren es erneut nicht schafften, gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner den zweiten Sieg der Bundesliga-Saison einzufahren. In der Form, in der sich das Team in der Liga präsentiert, ist keine Besserung in Sicht. Zumal es am kommenden Sonntag nach Bamberg geht.