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Ratiopharm Ulm
Ulm / Alex Kern

Fast zwei Jahre ist es hier. Für viele Fans des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm eine gefühlte Ewigkeit.

Damals, am 1. Juni 2017, verloren die Ulmer Basketballer mit 75:78 gegen die EWE Baskets Oldenburg und schieden damit aus den Playoffs aus. Was die Anhänger damals nicht wussten: Die Niederlage sollte vorerst das letzte Playoff-Spiel der Ulmer bleiben. Bis jetzt!

Denn nach einem Jahr Playoff-Pause haben sich die Ulmer Baskteblatter wieder für die Endrunde der Basketball-Bundesliga qualifiziert. Ab Samstag, 18. Mai, kämpfen sie mit sieben anderen Teams und den Meistertitel.

Welche Chancen hat Ratiopharm Ulm?

Playoff-Teilnehmer ja, Meisterkandidat nein – mit dieser Ausgangslage geht das Team von Noch-Trainer Thorsten Leibenath in die Playoffs. Manche glauben sogar, dass die Ulmer bereits in der ersten Runde rausfliegen.

Denn dort bekommen sie es ausgerechnet mit Alba Berlin zu tun. Der Vizemeister vom Vorjahr spielte wieder eine starke Saison, gewann beide Partien gegen Ulm deutlich. Zudem war Alba vor allem zuhause eine Macht, lediglich zwei Spiele verlor das Team.

Berliner haben Heimvorteil

Und die Berliner haben noch ein Ass im Ärmel: Als Tabellendritter der regulären Saison hätten sie im Entscheidungsspiel 5 Heimvorteil. Die Ulmer, die in der Abschlusstabelle lediglich Platz sechs belegen, sind also klarer Außenseiter.

Immerhin: Auf den Top-Favoriten Bayern München können die Ulmer erst im Finale treffen. Im Halbfinale wartet entweder Oldenburg oder die Telekom Baskets Bonn.

Was motiviert die Ulmer?

Die aktuelle Form, weil die Ulmer sich in den vergangenen Partien stark verbessert haben. Sieben Siege in den letzten zehn Ligaspielen – lediglich die Top-Teams aus München, Oldenburg und Berlin waren besser. Besonders Shooting Guard Javonte Green ist in blendender Verfassung. In den vergangenen fünf Spielen erzielte er im Schnitt 15,4 Punkte.

Und die eigenen Fans, weil die Ulmer Basketballer in den Playoffs wieder auf ihre Anhänger zählen können. Das Heimspiel gegen Berlin am 21. Mai ist schon beinahe ausverkauft. Und die Erfahrung zeigt: Spielt Ulm in den Playoffs zuhause, verwandelt sich die Ratiopharm-Arena in einen Hexenkessel. Berlin muss sich also auf ein schwieriges Auswärtsspiel einstellen.

Die Spiele von Ratiopharm Ulm

Einmal Samstag, einmal Dienstag, einmal Sonntag – so lautet der Spielplan der Ulmer vorerst. Schließlich kommen noch weitere Termine hinzu, sollte die Serie länger als drei Spiele dauern.

Los geht es am Samstag, 18. Mai, in der Berliner Mercedes-Benz Arena. Es folgt die Begegnung in Neu-Ulm (21. Mai), danach geht es wieder in die Hauptstadt (26. Mai). Zusatztermine sind der 28. Mai in der Ratiopharm-Arena und der 30. Mai in Berlin.

Wo kann ich mir die Spiele anschauen?

Für Ulmer Basketball-Fans hat es sich wohl noch nie so sehr gelohnt, einen Trip in die Hauptstadt zu buchen. Denn der Free-TV-Sender Sport 1 zeigt lediglich die Playoff-Spiele zwischen Bayern München und der Basketball Löwen Braunschweig. Alle anderen Duelle, auch Ulm-Berlin, überträgt ausschließlich der Pay-TV-Sender Telekom Sport.

Wer nichts zahlen und trotzdem nichts verpassen will, kann das Spiel im Live-Ticker verfolgen.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Citystories Ulm.

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