BBU Ratiopharm Ulm setzt Siegesserie fort

Neu-Ulm / Sebastian Schmid 08.12.2018
In der Basketball-Bundesliga hat Ratiopharm Ulm den dritten Sieg in Serie eingefahren. Den 86:74-Erfolg hatten die Gastgeber vor allem einem Freiwurffestival im letzten Viertel zu verdanken.

Während die BG Göttingen nach vier Niederlagen in Serie die Trendwende herbeisehnte, wollten die Ulmer ihren Lauf mit zuletzt zwei gewonnenen Spielen fortsetzen. Am Ende konnten die Hausherren über einen glanzlosen, aber verdienten 86:74-Erfolg jubeln.

Die Voraussetzungen für Ratiopharm Ulm, in der Tabelle weiter in Richtung Playoff-Plätze zu klettern, waren gut. Zum ersten Mal seit sieben Wochen konnte Trainer Thorsten Leibenath auf seinen kompletten Kader zurückgreifen – und nutze diesen Luxus auch aus. Bereits im zweiten Viertel kam mit dem zuletzt Verletzten Gavin Schilling der zwölfte Ulmer Spieler zum Einsatz.

Am Ergebnis machte sich die Tiefe des Kaders bis zur Halbzeit allerdings nicht bemerkbar. Zwar waren die Hausherren in der mit 6200 Zuschauern ausverkauften Ratiopharm-Arena in der Defensive vom Sprungball an recht aufmerksam, allerdings versäumten sie es, sich dafür auch mit Punkten zu belohnen.

Mitte des ersten Durchgangs legte Ulm nach ausgeglichenem Start einen kleinen Zwischenspurt von 11:10 auf 20:11 hin, verspielte aber im zweiten Viertel viel zu schnell eine Sieben-Punkte-Führung (34:27). Vor allem, weil einmal mehr die Dreier nicht fielen und zudem den BG-Akteuren zu viele Offensiv-Rebounds gestattet wurden. So kam Göttingen kurz vor der Halbzeit durch Dominic Lockhart zum 35:35. Immerhin sicherte Patrick Miller Ulm die knappe 37:35-Pausenführung.

Nach der Halbzeit dann das umgekehrte Bild. Offensiv fanden die Hausherren nun ihren Rhythmus, was sich in einem schnellen 7:0-Lauf niederschlug. Dafür wurde die Defensive nun schludriger. Zunächst hielten sich die Gäste mit drei Dreiern im Spiel, was Ulm dank des nun verbesserten Angriffsspiel nicht weiter ärgern musste. Nach Ismet Akpinars Dreier führte das Ratiopharm-Team mit 55:49. Doch mit zunehmender Spieldauer kam die BG immer einfacher zum Korberfolg - und hatte zum Beginn des letzten Viertels bei einem 55:58-Rückstand noch gute Chancen auf den Auswärtssieg.

Im letzten Durchgang suchten die Ulmer dann aber nicht mehr ihr Heil in Distanzwürfen, sondern brachten den Ball konsequenter unter den Korb. Die Folge: Göttingen wusste sich zumeist nur noch durch ein Foul zu helfen. 23 Mal dürfte ein Ratiopharm-Akteur in den letzten zehn Minuten an die Freiwurflienie, 20 von 28 Punkte in Schlussdurchgang resultierten daraus. Zum Vergleich: Göttingen erhielt im letzten Viertel keinen einzigen Freiwurf.

Vor allem Topscorer Dwayne Evans (26 Punkte, 12 Freiwürfe) und Patrick Miller nutzten die Probleme der Gäste aus, die angesichts der erreichten Foulgrenze fast minütlich vom Feld mussten. So stand am Ende ein glanzloser, aber nicht unverdienter 86:74-Sieg für das Ratiopharm-Team auf der Anzeigentafel.

Bereits am Dienstag geht es im Eurocup mit dem Heimspiel gegen Andorra weiter, bevor am Freitag in Vechta, das in Gießen mit 84:83 gewann, der vierte Bundesligasieg in Serie gelingen soll.

Punkte Ulm: Evans 26, Miller 13, Green 11, Fotu 9, Akpinar 8, Thompson 7, Günther 6, Krämer 4, Radosavljevic 2.

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