Basketball Ratiopharm Ulm scheidet aus dem Eurocup aus

Luke Harangody am Boden. Der Amerikaner unterlag mit Ratiopharm Ulm bei Zenit St. Peterburg und kann sich nun auf die Bundesliga konzentrieren.
Luke Harangody am Boden. Der Amerikaner unterlag mit Ratiopharm Ulm bei Zenit St. Peterburg und kann sich nun auf die Bundesliga konzentrieren. © Foto: Zenit St. Petersburg
St.Petersburg/Ulm / Sebastian Schmid 19.12.2017
Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm hat mit 78:90 in Sankt Petersburg verloren und hat damit keine Chance mehr auf die nächste Runde.

Die Ulmer Basketballer haben Planungssicherheit, was das kommende Frühjahr betrifft. Nach dem 78:90 bei Zenit St. Petersburg ist klar, dass das Ratiopharm-Team sich nach der ersten Gruppenphase aus dem Eurocup verabschieden wird. Damit kann sich Trainer Thorsten Leibenath mit seinem Team ganz auf die Bundesliga und das Top-Four-Turnier um den deutschen Pokal in der heimischen Ratiopharm-Arena (17./18. Februar) konzentrieren. 

Wie so oft zuletzt auf internationalen Ebene, war die Leistung der Ulmer für einen Sieg nicht ausreichend. In Russland überzeugten zwar punktemäßig die großen Spieler wie Jerrelle Benimon, Isaac Fotu oder Luke Harangody, dafür kam aber von den Aufbauspielern zu wenig Hilfe. Per Günther, Trey Lewis und Ismet Akpinar erzielten zusammen gerade einmal sechs Zähler.

Die Hausherren konnten sich hingegen auf Trainer-Sohn Sergey Karasev (17 Punkte) und Marko Simonovic verlassen. Der 31-Jährige hatte in bisher acht Eurocup-Spiele insgesamt sechs Dreier getroffen – am Dienstag gelang ihm dieselbe Anzahl in einem einzigen Spiel. Dass sich die Ulmer 16 Ballverluste leisteten und St. Petersburg dadurch immer wieder zu einfachen Punkten aus dem Schnellangriff heraus kam, waren zwei weitere Faktoren für die unnötige Niederlage.

Von Beginn an rannten die Gäste, bei denen der angeschlagene Ryan Thompson nicht zum Einsatz kam, einem Rückstand hinterher. Nach dem 14:18 nach den ersten zehn Minuten hatten die Ulmer im zweiten Viertel jedoch zweimal die Chance zur Führung, die allerdings jeweils ungenutzt blieb. Immerhin war der Bundesligist stets in Schlagdistanz und damit gefährlich.

Dass es mit einem 36:38-Rückstand in die Halbzeit ging, überraschte ein wenig. Schließlich standen sich zwei der schlechtesten Defensive-Teams des laufenden Wettbewerbs gegenüber. In Hälfte zwei wurden die Russen aus der Distanz gefährlicher, während Ulm den Weg unter den Korb suchte. Allerdings war die Ausbeute mit 17 getroffenen Freiwürfen bei 29 Versuchen (58,6 Prozent) zu wenig, um daraus Kapital zu schlagen. Die erfahrenen Gastgeber hatten in der Schlussphase zudem stets die passende Antwort parat, wenn Ulm mit einem kleinen Lauf neue Hoffnung schöpfte. So brachten sie den Sieg abgezockt ins Ziel.

Für das Ratiopharm-Team gilt es nun, sich schnell vom Spiel und den Reisestrapazen zu erholen, um am Freitag (19 Uhr) gegen Erfurt den achten Bundesliga-Sieg in Serie einzufahren. Am kommenden Mittwoch steht dann in der Ratiopharm-Arena gegen die Italiener aus Trient das letzte Spiel dieser Eurocup-Runde an.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel