Basketball Ulmer Basketballer holen sich den Derbysieg

Neu-Ulm / Sebastian Schmid 17.03.2018
Ratiopharm Ulm hat in der Basketball-Bundesliga nach vier Niederlagen in Serie wieder gewonnen. Im Derby setzten sich Per Günther und Co. mit 95:82 gegen die Walter Tigers Tübingen durch.

Nach vier Niederlagen in Folge hat Ratiopharm Ulm in der Basketball-Bundesliga mal wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Die Erleichterung war nach dem 95:82-Sieg gegen die Walter Tigers Tübingen allen Beteiligten anzumerken. Mit dem Derbysieg geht die Hoffnung einher, dass dieser der erhoffte Befreiungsschlag ist. „Die Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind, hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Trainer Thorsten Leibenath.

Allerdings tat sich seine Mannschaft zunächst schwer, die Tübinger, denen bislang erst ein Saisonsieg gelang, in den Griff zu bekommen. Eineinhalb Viertel lang war es gegen den Abstiegsfavoriten ein Duell auf Augenhöhe, was nicht unbedingt für die Hausherren spricht. „Man hat der Mannschaft die Unsicherheit angemerkt“, sagte Leibenath, der auf Ryan Thompson (Handgelenksverletzung) und Da'Sean Butler (Knieverletzung) verzichten musste. Wie schwer die Verletzungen sind, sagte der Ulmer Coach nicht, schloss aber nach der Partie zumindest nicht aus, dass beide kommende Woche am Samstag in Würzburg wieder mitwirken können.

Die Tübinger mussten vor dem Sprungball noch einen schweren Schlag hinnehmen, als Ryan Brooks aus privaten Gründen um eine Vertragsauflösung bat und gegen Ulm schon nicht mehr mitspielte.

Erst zum Ende des zweiten Durchgangs konnten sich die Hausherren erstmals etwas absetzen, als Luka Babic per Dreier das 46:38 erzielte. Nach dem 51:43 zur Halbzeit kämpften sich die Tigers aber noch einmal zurück und kamen bis auf drei Zähler heran (57:60). Leibenath nahm eine Auszeit, die Wirkung zeigte. „Danach kamen die Ulmer stärker zurück“, sagte Tübingens Coach Mathias Fischer. In der Tat gelang dem Ratiopharm-Team durch den stark aufspielenden Ismet Akpinar kurz darauf die erstmalige zweistellige Führung (69:59).

Anschließend war die Gegenwehr der Tigers gebrochen, Ulm baute den Vorsprung konstant aus und feierte letztlich einen sicheren Sieg. Dabei kam Tim Ohlbrecht aus taktischen Gründen, wie Leibenath mitteilte, überhaupt nicht zum Einsatz: „Gegen das kleine Line-up Tübingens konnte ich ihn schwer einsetzen.“

Punkte für Ulm: Akpinar 19, Fotu 18, Harangody 12, Günther, Reinhardt je 11, Krämer 9, Babic 5, Ferner 2.