Da hätte der gebürtige Würzburger Dirk Nowitzki, der vor einigen Tagen seine glanzvolle Karriere in der NBA hat ausklingen lassen, seine helle Freude gehabt. Jedenfalls an dem Spiel, vielleicht nicht unbedingt an dem Ergebnis. In einem unfassbar spannenden Duell zweier Playoff-Kandidaten hat Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm das Heimspiel gegen die Unterfranken nach der ersten Verlängerung mit 95:94 gewonnen. Nach regulärer Spielzeit von 40 Minuten hatte es 85:85 gestanden.

Ratiopharm Ulm führt zur Halbzeit

Und genau in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit wurde der Spannungsbogen gespannt bis zum Gehtnichtmehr. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich beide Mannschaften vor 6200 Zuschauern in der ausverkauften Ratiopharm-Arena bereits eine energiegeladene Auseinandersetzung geliefert. Die als Tabellenachte ins Spiel gegangenen Ulmer wollten die Siebtplatzierten Würzburger unbedingt im Ranking überholen, um die Playoff-Chancen zu verbessern. So kämpferisch traten die Ratiopharm-Korbjäger auch auf, leisteten sich gegen den Fiba-Eurocup-Halbfinalisten vom Main aber auch einige Patzer in der Defensive. Zur Halbzeit führte der Gastgeber 48:44. In der zweiten Hälfte waren die Würzburger das Team, das produktiver agierte. Bis fast zur Schlusssirene. Nachdem Ismet Akpinar 37 Sekunden vor dem regulären Ende mit einem Korbleger den Rückstand auf 82:85 verkürzt hatte, Max Ugrai drei Sekunden vor dem Ende einen Dreier vergab, Würzburg es tatsächlich schaffte, den Ball nochmal zu verlieren durch einen schlechten Pass, nutzte Akpinar die restlichen 2,7 Sekunden für einen Dreier und brachte damit seine Mannschaft in die Verlängerung. In der fünfminütigen Zusatzschicht ging es nicht minder spannend zu. Nach einem kritischen Foulpfiff zeigte sich Nationalspieler Akpinar erneut nervenstark und versenkte beide Freiwürfe mit seinen Punkten 17 und 18 zum viel umjubelten 95:94.

Statistik

Ratiopharm Ulm - s.Oliver Würzburg 95:94 n.V. (16:23,32:21,18:25,19:16,10:9)

Punkte Ulm: Evans 21, Akpinar 18, Miller 15, Thompson 13, Green 11, Ugrai 4, Günther 3, Radosavljevic 3, Reinhardt 3, Fotu 2, Krämer 2.

Würzburg: Cooks 24, Wells 17, Hulls 15, Oliver 12, Loesing 11, Olaseni 9, Morrison 6.

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