Basketball Ulmer Basketballer verlieren gegen Bonn in der Verlängerung

Ulm / SWP 01.04.2018
Ratiopharm Ulm hat nach zuletzt zwei Siegen wieder eine Niederlage in der Basketball-Bundesliga kassiert. Gegen die Telekom Baskets Bonn musste die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath eine 87:94-Niederlage in der Zusatzschicht hinnehmen.

Es gab Zeiten, da wäre die Ratiopharm-Arena regelrecht explodiert bei so einem Spiel und Spielverlauf, vor allem in der Schlussphase. In der für das Erreichen der Playoffs so wichtigen Partie zwischen den Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm und den Telekom Baskets aus Bonn am Ostersonntag war die Halle zwar wahrlich nicht leise, dennoch war die Stimmung relativ gedämpft. Die Ulmer Fans und die regelmäßigen Zuschauer haben sich vermutlich schon an das Auf und Ab gewöhnt und reagieren nicht mehr so hoch emotional wie einst. Gewöhnt an das Auf und Ab in der Saison ohnehin, aber auch an das Auf und Ab in einem Spiel. So war es auch in der Begegnung gegen die Rheinländer, die in Neu-Ulm in der Verlängerung mit 94:87 gewinnen und damit auch wichtige Punkte im Kampf um ein Playoff-Ticket sammeln konnten.

Die andere Seite der Medaille: Die Ulmer haben wichtige Punkte im Kampf um einen Platz in der Meisterrunde liegen lassen. Zwar geht es weiterhin ausgesprochen eng zu in dem Bereich um Tabellenplatz acht. Aber angesichts des Restprogramms und der Tatsache, dass nur noch zwei Heimspiel auf dem Programm stehen, sind die Aussichten auf eine Saisonverlängerung nicht sonderlich gut. Aber sie sind natürlich noch vorhanden.

Die Ulmer Korbjäger, die erneut ohne den verletzten Da’Sean Butler antreten mussten und auch auf David Krämer verzichten mussten, der sich in letzten Spiel der Orange Academy in der Pro A leicht verletzt hat, spielten ein ausgesprochen schlechtes erstes Viertel. Mit einem 11:0-Lauf zu Beginn der Partie setzten die Gäste ein erstes Ausrufezeichen. Es fehlte den Ulmern an fast allem, was ein Basketballspiel ausmacht, in erster Linie an Bewegung und an Treffergenauigkeit. Die ersten zehn Minuten gingen für Ulm mit 16:24 verloren.

Aber: Die Ratiopharm-Korbjäger fanden im Verlaufe der nächsten Viertel durchaus immer wieder ihren Rhythmus, verloren in dann aber auch wieder. Was sie sich auf der einen Seite aufbauten, indem sie den Rückstand verkürzten oder sogar eine Führung herausspielten, rissen sie mit Phasen völliger Desorientierung wieder ein. Vor allem Ryan Thompson hatte einen schwarzen Tag. Der Amerikaner ist zwar angeschlagen, durfte dennoch knapp 25 Minuten spielen und kam auf null Punkte.

Auf der anderen Seite schafften es Per Günther & Co. nicht, vor allem den Bonner Julian Gamble in den Griff zu bekommen. Der Center kam auf 28 Punkte und neun Rebounds.

Die Ulmer hatten das Glück, dass eine positive Phase im letzten Viertel, in dem vor allem Isaac Fotu und Katin Reinhardt die Akzente setzten, sie in die Verlängerung brachten (83:83). In der fünfminütigen Zusatzschicht blieben die Ulmer die ersten vier Minuten ohne Punkte. Erst Luke Harangody verkürzte für sein Team mit einem Korbleger zum 85:91. Das jedoch war viel zu spät, um noch eine Wende herbeiführen zu können.

Für die Ulmer heißt es nun, sich schnell zu regenerieren, denn am kommenden Mittwoch steht das schwere Auswärtsspiel beim FC Bayern an. Vor der Partie soll wohl der neue Trainer des Pokalsiegers vorgestellt werden.

Beste Werfer Ulm: Reinhardt 22 Punkte, Fotu 20, Günther 15, Babic 12.

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