Basketball Ratiopharm Ulm feiert den ersten Bundesliga-Sieg

Bogdan Radosavljevic (Nr. 12) sorgte für wichtige Punkte, als es bei Ulm in der Offensive nicht lief.
Bogdan Radosavljevic (Nr. 12) sorgte für wichtige Punkte, als es bei Ulm in der Offensive nicht lief. © Foto: Markus Förster/Eibner
Ulm / Von Sebastian Schmid 04.11.2018

Ein Sieg, egal wie. Das hatte Thorsten Leibenath nach dem glücklosen Bundesliga-Saisonstart bereits vor zwei Wochen von seinem Team gefordert. Am Sonntag war es nun endlich soweit. Im fünften Anlauf gelang Ratiopharm Ulm mit 88:79 bei Medi Bayreuth der erste Erfolg der Saison auf nationaler Ebene. Zu verdanken haben das die Gäste einer deutlich verbesserten Abwehrleistung nach der Halbzeitpause. „Wir haben es heute in der Defense und nicht in der Offense gewonnen“, sagte Leibenath und gab zu: „Die Erleichterung ist natürlich enorm.“

Der Ulmer Trainer hatte vor dem Duell in der Oberfrankenhalle vor allem vor Hassan Martin gewarnt, was seine Schützlinge wohl nicht ganz verinnerlicht hatten. Denn das Kraftpaket unter dem Korb war für acht der ersten 13 Zähler seines Teams verantwortlich und verhalf Bayreuth so zu einem guten Start.

Ulm fiel in den ersten fünf Minuten offensiv wenig ein, was sich erst änderte, als Leibenath Kapitän Per Günther und Bogdan Radosavljevic brachte. Der Neuzugang, der vor zehn Tagen aus Ludwigsburg kam, steuerte in knapp 16 Minuten Einsatzzeit 14 Punkte bei. Das 16:23 nach dem ersten Viertel konnte aber auch der Center nicht verhindern.

Es dauerte nicht lange, dann lagen die Gäste mit 20:33 zurück, was vor allem an der mangelhaften Verteidigung lag. Bis zur Halbzeit wurde es nicht besser (35:48), wofür es zwei Hauptgründe gab. Eine schlechte Abwehrarbeit, die mehr auf den Nachlässigkeiten der Ulmer beruhte als auf der offensiven Klasse der Bayreuther. Und eine katastrophale Dreierquote. Dass Ulm trotz nur drei getroffenen Dreiern (bei 18 Versuchen) gewann, spricht für das Team. Denn die Gäste verließen sich nicht einfach darauf, dass die Distanzwürfe irgendwann schon fallen werden, sondern suchten andere Wege, um zum Erfolg zu kommen. Hauptsächlich war das der Weg zum Korb, den Bayreuth häufig nur mit einem Foul verhindern konnte. 36 Freiwürfe bekam Ulm zugesprochen, die Spieler von Coach Raoul Korner hingegen nur 13.

Grundlage für den Erfolg war aber eine deutlich bessere Abwehrarbeit in der zweiten Hälfte, durch die Bayreuth nur noch 31 Punkte erzielen konnte. Korner war angesichts dieser Ausbeute bedient: „Ich habe keine Lust mehr, weitere Plattitüden rauszuhauen. Ich bin es leid, jede Woche den gleichen Bullshit zu erzählen. Fakt ist, es reicht nicht!

In der Ulmer Offensive war es Javonte Green, der im dritten Viertel sein Team antrieb. Bis auf 57:58 kamen die Gäste heran, doch zwei Fehler zum Schluss des Durchgangs kosteten eine bessere Ausgangslage für das finale Viertel, in das sie deshalb mit einem 60:65 gingen. Fünf Minuten vor dem Ende lag Ulm dann gar mit sieben Zählern zurück (70:77), dann sammelte Dwayne Evans zwei ganz wichtige Offensivrebounds ein und sorgte mit seinen Treffern für die 80:79-Führung. Er war es auch, der 70 Sekunden vor dem Ende mit einem geklauten Ball und dem daraus resultierenden Korb zum 83:79 für die Vorentscheidung sorgte. Als Fotu ebenfalls nach einem Offensivrebound zum 85:79 traf, war 33 Sekunden vor dem Ende klar, dass Ulm der Sieg nicht mehr zu nehmen ist. Mit einem Dunking setzte Miller (19 Punkte) den Schlusspunkt der Partie.

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