Die Basketball-Bundesliga ist bis auf Weiteres ausgesetzt. Eine Situation, die für die Spieler und den Trainer von Ratiopharm Ulm ebenso unbefriedigend ist wie für deren Fans. Doch Ratiopharm-Coach Jaka Lakovic stellt klar, was momentan Vorrang hat: „Wir müssen verstehen, dass Basketball für uns zwar wichtig, aber nicht alles im Leben ist. Die Gesundheit und die Menschen stehen nun im Vordergrund.“ Ein Ansicht, die Andreas Oettel teil. „Wir haben eine hohe Verantwortung gegenüber den Riskiogruppen“, erklärt der Geschäftsführer Finanzen der Ulmer Basketballer.

Diese Spiele der Ulmer Basketballer sind betroffen

Deshalb ist der Spielbetrieb in der Liga vorerst ausgesetzt. Konkret davon betroffen sind die Ulmer Spiele am Sonntag bei den Hamburg Towers sowie das Heimspiel gegen die BG Göttingen am kommenden Mittwoch und das Gastspiel in Frankfurt am darauffolgenden Sonntag. Dann werden die 17 Bundesliga-Klubs erneut zusammensitzen und anhand der Lage das weitere Vorgehen besprechen. Ziel ist es, die Saison geordnet zu Ende zu bringen. Ob und wie das gelingen soll, konnte Oettel, der neben seine Funktion bei Ratiopharm Ulm auch Liga-Vizepräsident ist, auf der Pressekonferenz am Freitag nicht sagen.

Kurzarbeit für Mitarbeiter, Trainingsausfall für Spieler

Erste Auswirkungen der Spielunterbrechungen machen sich bei Ratiopharm Ulm bereits bemerkbar. So hat der Klub für die etwa 50 beschäftigten Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle Kurzarbeit angemeldet. Das Training der Profi-Mannschaft ist bis Montag erst einmal ausgesetzt, dann wird darüber beraten, wie es weitergeht. Den Spielern steht es frei, Ulm zu verlassen und zu ihren Familien zu reisen. Die Amerikaner können also in die USA fliegen. „Unsere Spieler haben kein Reiseverbot“, stellt Oettel klar. Ein paar Akteure machen davon auch Gebrauch und werden in die USA fliegen. Allerdings sind alle auf Abruf, müssen sich fit halten und Hygienemaßnahmen einhalten.

Finanzielle Auswirkungen unklar

So lange nicht klar ist, wie und ob die Saison zu Ende gespielt werden kann, wollte sich der Oettel nicht zu den finanziellen Auswirkungen der Conronakrise für den Klub äußern. Auch dazu, was das für die Dauerkartenbesitzer bedeutet, konnte der Finanzboss nichts sagen. Einfach, weil noch unklar ist, ob alle Spiele noch stattfinden können. Alles, was die kommenden Wochen betrifft, sei im Moment „in der Glaskugel lesen“, sagte Oettel.