Basketball Ratiopharm Ulm: Souveräner Sieg ohne Glanz

Ratiopharm Ulm konnte sich am Freitagabend gegen Erfurt durchsetzen.
Ratiopharm Ulm konnte sich am Freitagabend gegen Erfurt durchsetzen. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Thomas Gotthardt 22.12.2017
Ulm feierte den achten Sieg in Serie. Gegen Rockets Erfurt siegte Ratiopharm 78:62 (46:36).

Es war zwar kein Spiel, das die Weihnachtsglocken hat fröhlich klingen lassen, aber es war ein ordentlicher Auftritt  der Ulmer Bundesliga-Basketballer. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath hat Aufsteiger Oettinger Rockets in einer ausverkauften Ratiopharm-Arena mit 78:62 (46:36) besiegt und damit den achten BBL-Erfolg in Folge gefeiert.

Vor allem die letzten knapp eineinhalb Minuten haben den 6200 Zuschauern Spaß gemacht.  Leibenath nutzte die Gelegenheit und schickte bei einer 76:60-Führung mit Joschka Ferner, David Krämer, Till Pape und Christoph Philipps vier junge deutsche Spieler aufs Parkett – und dazu den  erfahrenen Per Günther. Das Ulmer Eigengewächs Philipps erzielte dabei seine ersten Punkte aus dem Feld.

„Wir versuchen immer die jungen Deutschen ins Spiels zu bringen, wenn es noch nicht entschieden ist. Und das dann am Schluss nur Deutsche gespielt haben, hat sich so ergeben“, sagte Leibenath, der  bei jedem Youngster in der Partie gegen Erfurt  entscheidende Momente  gesehen hat, auch wenn sie noch so kurz waren. Zum Beispiel bei David Krämer (bald 21 Jahre alt), der im insgesamt schwächsten Viertel der Partie, in den dritten zehn Minuten, hart in der Defensive gearbeitet hatte.

Leibenath schickte eine erste Fünf ins Rennen, die eine kleine Überraschung beinhaltete. Toure Murray, der zuletzt in den Bundesliga als siebter Ausländer immer wieder einmal pausieren musste, durfte gleich von Beginn an ran. Trey Lewis  saß dafür auf der Tribüne. Es sei ganz einfach eine Entscheidung aufgrund einiger Trainingsparameter gewesen, antwortete Leibenath lapidar auf die Frage nach den Gründen.

Die Ulmer setzten im ersten Viertel mit einem 9:0-Lauf  in einer  bis dahin ausgeglichenen Partie das erste Warnsignal für den Gegner. Der musste schon früh erkennen, dass Würfe aus der Distanz, sonst eher eine Stärke der Thüringer, in dieser Partie kein probates Mittel für einen Erfolg sein würden. Das kleine Polster (24:15) schenkten die Gastgeber durch einige Unkonzentriertheiten schnell wieder her. Im zweiten Viertel  schafften die Ulmer einen 10:0-Lauf – und brachten die Zehn-Punkte-Führung auch in die Halbzeit (46:36).

In der zweiten Halbzeit griffen die Ratiopharm-Korbjäger deutlich beherzter zu in der Defensive, was zunächst auf Kosten der Offensive ging. Mit 13:5 gewann Ulm den dritten Spielabschnitt, um dann im letzten  den Gästen doch deutlich die Grenzen aufzuzeigen. Vor allem Ryan Thompson punktete nun wieder, nach einer kleinen Auszeit im zweiten Viertel, regelmäßig und war letztendlich mit 20 Punkten bester Ulmer Werfer.

„Ich glaube, wir haben ein kurzweiliges Spiel gesehen. Auch ohne eine offensive Glanzleistung hat es zu einem souveränen Sieg gereicht. Mir hat gefallen, dass wir den Ball gut bewegt haben und bereit waren, den extra Pass zu spielen“, sagte Leibenath. Weiter geht es  am kommenden Mittwoch, 27. Dezember, mit dem bedeutunsglosen Europcup-Heimspiel gegen Trento (19.30 Uhr). Ulm kann sich nicht mehr für die nächste Runde qualifizieren.

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